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Erstmals Herbstmeister: Leipzig dreht Spiel gegen Augsburg

Eine Schale gibt es nicht, doch ein Höhepunkt in der jungen Geschichte von RB Leipzig ist es dennoch. Dank einer Energieleistung besiegen die Sachsen den FC Augsburg und sind - auch weil Gladbach am Abend nicht hoch gewinnt - Herbstmeister.

RB Leipzig - FC Augsburg
Augsburgs Torwart Tomas Koubek (r) patzt gegen Leipzigs Timo Werner. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Augsburgs Torwart Tomas Koubek (r) patzt gegen Leipzigs Timo Werner. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Leipzig (dpa) - Als Matchwinner Patrik Schick nach 83 Minuten ausgewechselt wurde, erhoben sich die Zuschauer in der Red Bull Arena von ihren Plätzen. Trainer Julian Nagelsmann fiel dem Torschützen zur späten Führung von RB Leipzig an der Seitenlinie glücklich in die Arme.

Am Ende stand gegen den FC Augsburg ein verdientes 3:1 (0:1) auf der Anzeigentafel. Weil Verfolger Borussia Mönchengladbach am Abend bei Hertha BSC wie erwartet keinen Kantersieg feierte, überwintert Leipzig als Herbstmeister. Erstmals seit dem RB-Gründungsjahr 2009 stehen zu Weihnachten nicht der FC Bayern München oder Borussia Dortmund an der Tabellenspitze.

Florian Niederlechner (8. Minute) hatte Augsburg am letzten Spieltag des Jahres der Fußball-Bundesliga früh in Führung geschossen. Konrad Laimer (68.) traf schließlich zum erlösenden Ausgleich, ehe Schick das mit 40.562 Zuschauern gefüllte Stadion mit seinem Kopfball in ein Tollhaus verwandelte. »Das war ein wichtiges Tor, da kamen die Emotionen bei mir hoch. Ich bin sieben Ecken zuvor immer an den kurzen Pfosten gelaufen und der Verteidiger war immer bei mir. Dann habe ich mir überlegt, dass ich etwas ändern muss und habe eine Gegenbewegung gemacht«, sagte der tschechische Nationalstürmer. Kurz vor Schluss traf auch noch Yussuf Poulsen (89.) zum Endstand.

RB-Trainer Julian Nagelsmann überraschte noch einmal mit der Aufstellung. US-Nationalspieler Tyler Adams feierte nach fast siebenmonatiger Verletzungspause sein Comeback, Emil Forsberg und Marcel Sabitzer mussten auf die Bank. »Ich bin am Freitagabend beim Spiel Hoffenheim gegen Dortmund auf die Idee gekommen. Da waren viele Spieler müde und Tyler ist nach der langen Pause frisch«, sagte Nagelsmann. Eine bittere Pille musste Augsburg schlucken. Philipp Max, der in den vergangenen beiden Spielen mit vier Toren geglänzt hatte, saß mit Halsschmerzen auf der Bank.

»Es ist schön, über Weihnachten auf die App zu schauen und das eigene Logo oben zu sehen«, hatte Nagelsmann seinen Spielern mit auf den Weg gegeben. Grund für Optimismus gab's genug. Schließlich hatte der RB-Trainer in sieben Duellen mit Augsburg noch nie verloren und auch aus den vier Aufeinandertreffen mit Trainerkollege Martin Schmidt zwei Siege und zwei Unentschieden geholt.

Doch zunächst gab es die kalte Dusche für alle Herbstmeisterträumer. Ruben Vargas setzte sich auf dem rechten Flügel durch und Niederlechner nutzte die Lücke zwischen den RB-Verteidigern Lukas Klostermann und Dayot Upamecano zur Führung. Für den Stürmer war es bereits das achte Saisontor.

Leipzig war sauer - und rannte an. Upamecano (12.) traf nach einer Ecke die Latte. Fünf Minuten später war Schick an FCA-Torwart Tomas Koubek schon vorbei, doch der Winkel zum Tor war zu spitz. Dann war Schick (29.) wieder durch, schoss aber Koubek an. Konrad Laimer (37.) geriet nach seinem Dribbling im Strafraum ins Straucheln und zielte drüber, Christopher Nkunku (40.) scheiterte an Koubek. Augsburg stand in der Defensive extrem tief, machte es RB extrem schwer, sein Spiel zu entfalten.

Doch Leipzig drückte weiter, hatte durch Werner (55.) die nächste große Chance. Allerdings legte sich der Nationalspieler den Ball zu weit vor, so dass Koubek ihn locker aufnahm. Schließlich belohnte Laimers Energieleistung RB. Der Österreicher erkämpfte sich den Ball zunächst gegen Jan Moravek an der Strafraumgrenze, schlenzte ihn dann ins lange Eck.

Der Ausgleich war Leipzig allerdings zu wenig. Die Sachsen hielten den Druck weiter hoch und wurden durch Schick belohnt. Eine maßgeschneiderte Flanke von Nkunku köpfte der tschechische Nationalspieler völlig unbedrängt zur Führung ein. Augsburg war demoralisiert und besiegt, kassierte nach einem Konter noch das dritte Gegentor durch Joker Poulsen.

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