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EM-Silber für Eningerin Franziska Brauße in den Niederlanden

Die Eninger Bahnradfahrerin Franziska Brauße kehrt mit zwei Medaillen von der Europameisterschaft zurück. Als Nächstes wieder ein Trainingslager.

Auf EM-Bronze mit dem Team folgt für  Franziska Brauße (Zweite von rechts) noch Platz zwei in der Einer-Verfolgung.
Auf EM-Bronze mit dem Team folgt für Franziska Brauße (Zweite von rechts) noch Platz zwei in der Einer-Verfolgung. Foto: Gian Ehrenzeller/dpa
Auf EM-Bronze mit dem Team folgt für Franziska Brauße (Zweite von rechts) noch Platz zwei in der Einer-Verfolgung.
Foto: Gian Ehrenzeller/dpa

APELDOORN.. Am Ende fehlt Franziska Brauße nur ein Wimpernschlag zur erfolgreichen Titelverteidigung. Bei der Bahnrad-Europameisterschaft in den Niederlanden ist die Eningerin am Ende des 3.000-Meter-Finales in 3:22,816 Minuten gerade mal drei Tausendstel langsamer als die Engländerin Josie Knight, die im Vorjahr Zweite in der Einer-Verfolgung geworden war. Nach über der Hälfte der Strecke war Brauße noch in Führung gelegen. Allerdings war der Vorsprung mit einer Sekunde auch nicht groß.

Im Ziel flossen bei der Titelverteidigerin nach diesem knapp verpassten Sieg die Tränen. »Die Enttäuschung war echt groß. Man ärgert sich natürlich, wenn man so knapp geschlagen wird. Aber die stärkere Fahrerin gewinnt. Sie ist ein bisschen konstanter gefahren«, kommentierte Brauße die Silbermedaille. Auf der Strecke war sie vom Betreuer-Team über die Zwischenzeiten der Konkurrentin informiert worden.

»Ich denke nicht, dass sich auch ohne Trainingsrückstand etwas am Ergebnis geändert hätte«

In Apeldoorn hatte die gebürtige Metzingerin vor fünf Jahren ihren ersten EM-Einzel-Titel geholt. Im Vorjahr in Grenchen (Schweiz) wiederholte Brauße den Titelgewinn. Silber nun war die zweite Medaille bei den diesjährigen Wettkämpfen für die Mannschafts-Olympiasiegerin. Dass der Trainingsrückstand, den sie nach einem Sturz im Dezember hinnehmen musste, eine Rolle im Finale spielte, glaubt Brauße nicht. »Das ist reine Spekulation, aber denke nicht, dass es etwas geändert hätte. Der Abstand war ja auch wirklich marginal.«

Am Donnerstag hatte sie wie im Vorjahr in der Team-Verfolgung Bronze mit dem deutschen Vierer geholt. An der Seite von Lisa Klein, Mieke Kröger und Laura Süßemilch distanzierte das Quartett im Kampf um den dritten Platz die Irinnen klar. Am Ende betrug der Vorsprung beinahe sieben Sekunden. Im Halbfinale war man dem britischen Team unterlegen, um dann aber im Duell um Bronze gegen Irland eine schnellere Zeit als die Britinnen bei ihrer Final-Niederlage gegen Italien zu erreichen.

»Wir haben im Vierer auf jeden Fall noch mal einen Schritt gemacht«

»Die Zeit, die wir im Finale gefahren sind, war echt gut und nicht super weit weg von den anderen Nationen. Wir haben im Gegensatz zum letzten Jahr auf jeden Fall noch mal einen Schritt gemacht und uns gut entwickelt«, sieht Brauße das Quartett nach der WM-Enttäuschung im Vorjahr, als Rang sieben belegt worden war, »definitiv« auf dem richtigen Weg in Richtung Olympische Spiele.

Zusammen mit Lea Lin Teutenberg war die 25-Jährige nur kurze Zeit nach der Einer-Verfolgung noch im Team-Wettbewerb Madison am Start. Die beiden haben schon mehrere Großereignisse als Duo bestritten. Mit der Kölnerin war sie bei der EM vor zwei Jahren Sechste und im Vorjahr bei der WM Elfte geworden. In Apeldoorn folgte am Sonntagnachmittag ein siebter Rang für die beiden. Den Sieg sicherten sich die Französinnen Valentine Fortin/Marion Borras. Teutenberg hatte am Samstag mit Silber im Ausscheidungsfahren überrascht. Brauße und das Nationalteam sind bereits an diesem Montag wieder im Einsatz. Dann treten sie beim Bremer Sechstage-Rennen an, das für Frauen auf einen Tag verkürzt wurde. Ab Mittwoch steht auf Mallorca das nächste Trainingslager auf dem Progamm. (GEA)