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»Bisschen röter«: Vettels neuer Ferrari SF1000

Ferrari enthüllt seinen neuen Formel-1-Wagen. Mit dem SF1000 will Sebastian Vettel endlich seine erste WM mit den Italienern holen. Der viermalige Weltmeister warnt.

Sebastian Vettel
Freut sich über seinen neuen Dienstwagen: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel. Foto: Kamran Jebreili/AP/dpa
Freut sich über seinen neuen Dienstwagen: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel. Foto: Kamran Jebreili/AP/dpa

Reggio Emilia (dpa) - Im historischen Theater Romolo Valli in Reggio Emilia fiel Sebastian Vettel gleich mal ein wichtiges Detail an seinem neuen Ferrari ins Auge.

»Er ist ein bisschen röter als im vergangenen Jahr«, meinte der viermalige Formel-1-Weltmeister lächelnd bei der offiziellen Vorstellung des Rennwagens. Vettels neuer Ferrari trägt die offizielle Bezeichnung SF1000. Der Name deutet auf den 1000. Grand Prix von Ferrari in der Formel 1 in diesem Jahr hin. Und Vettel will in seinem vorerst letzten Vertragsjahr unbedingt erstmals Weltmeister mit den Italienern werden.

»Ich mag ihn sehr«, sagte der 32-Jährige im schicken schwarzen Sakko auf der Bühne und bekam nach der pathetischen Präsentation auch noch die Trikolore um die Schultern gehängt. Denn Reggio Emilia war vor 223 Jahren Geburtsort der dreifarbigen italienischen Flagge. »Ich kann es nicht erwarten, ihn endlich zu fahren«, versicherte Vettel.

Die erste Chance auf dem Asphalt bietet sich dem Heppenheimer am 19. Februar in Barcelona, wenn die ersten offiziellen Testfahrten starten. Dann soll der SF1000 zumindest sein Potenzial andeuten. »Wir müssen aus unseren Fehlern lernen«, sagte Teamchef Mattia Binotto nach einer Einführung mit klassischer Musik, Dirigent, Chor und auch DJ. »Wir müssen uns auf die Verlässlichkeit konzentrieren.«

Für Ferrari und Vettel wird es Zeit. Die Italiener wurden letztmals 2007 Fahrerweltmeister, ihre letzte Konstrukteurs-WM holten sie im Jahr darauf. Vettel will in seinem mittlerweile sechsten Jahr bei der Scuderia nun erstmals mit dem Formel-1-Dauermitglied den Titel holen. Der letzte Deutsche, dem das mit Ferrari gelang, war sein Idol Michael Schumacher.

»Wir sind alle auf ein Ziel konzentriert, und das ist zu siegen«, sagte Ferrari-Präsident Louis Camilleri in dem voll besetzten Theater, in dem auch Schumachers Sohn Mick Platz fand. Der Formel-2-Pilot gehört zum Nachwuchsprogramm der Scuderia. »Wir zählen auf Sebastian und Charles (Leclerc)«, betonte Camilleri mit Blick auf seine beiden Star-Piloten.

Vettel hatte glänzende Augen. Bis zum ersten Grand Prix am 15. März in Melbourne wartet aber noch viel Arbeit auf ihn und seinen Stallrivalen aus Monaco. Er denke, dass der SF1000 ein »Schritt nach vorne« sei, meinte Vettel. »Teil des Abenteuers ist aber, dass wir geduldig sein müssen.«

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