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Beierlorzers Ärger nach erstem Mainz-Dämpfer

Der FC Augsburg startet rasant gegen Mainz, lässt aber viele Chancen aus. Trotzdem reicht es zum Sieg, doch der Elfmeter zum 2:1 sorgt für reichlich Ärger. Gäste-Coach Beierlorzer würde sich einen anderen Umgang mit solchen Szenen wünschen.

FC Augsburg - FSV Mainz 05
Augsburgs Fredrik Jensen (l) und Florian Niederlechner (r) freuen sich mit Torschütze Marco Richter über den Führungstreffer. Foto: Stefan Puchner
Augsburgs Fredrik Jensen (l) und Florian Niederlechner (r) freuen sich mit Torschütze Marco Richter über den Führungstreffer. Foto: Stefan Puchner

Augsburg (dpa) - Der Ärger war bei Achim Beierlorzer nach dessen erster Niederlage mit dem FSV Mainz 05 groß.

»Mit dieser Entscheidung des Schiedsrichters ist es schon wirklich schwer zu leben«, sagte Beierlorzer nach dem 1:2 (1:1) beim FC Augsburg. »Dass ein Schiedsrichter bei einer spielentscheidenden Situation nicht rausgeht und sich das anschaut...«

Vor dem 2:1-Siegtreffer durch einen verwandelten Strafstoß durch Florian Niederlechner (65. Minute) hatte Schiedsrichter Markus Schmidt zunächst auf Freistoß entschieden. Der Video-Schiedsrichter hatte den Tatort allerdings im Strafraum gesehen, Schmidt korrigierte daraufhin seine Entscheidung. Selbst schaute sich der Referee die Szene während des Spiels aber nicht noch einmal an.

»Wir müssen diesen Videoschiedsrichter doch verbessern und optimieren«, monierte Beierlorzer. Es könne nicht sein, dass ein Schiedsrichter in so einer Szene nicht rausgehe und sich die Entscheidung nicht noch mal anschaue.

Doch schon vor der aus Sicht von Beierlorzer so ärgerlichen Szene hätte das Spiel vor 26.950 Zuschauern längst entschieden sein können. Vor allem vor der Pause hatten die Schwaben zahlreiche Chancen ausgelassen, das 1:1 durch Tore von Levin Öztunali (15.) für Mainz und Marco Richter (41.) für den FCA war für die Gäste ein schmeichelhaftes Halbzeitresultat. »Wir haben heute mit unser bestes Spiel gemacht«, sagte Augsburg Kapitän Daniel Baier.

Die Gastgeber starteten mit viel Schwung in ein vor der Pause sehr unterhaltsames Spiel. Das Startelfdebüt stachelte Fredrik Jensen besonders an, der Finne war einer der auffälligsten Akteure der rasanten Augsburger Anfangsminuten. Zunächst traf eine Jensen-Hereingabe den Pfosten (2.), Richters Versuche landete am Außennetz (3.). Ruben Vargas (4./6.) hatte gleich zweimal die Chance zur Führung in einer wahren Powerphase der Schwaben. »Wir haben von Beginn an ein Feuerwerk abgebrannt«, sagte Baier.

Ungläubig schauten Fans und Verantwortliche nach der größten Möglichkeit beim Stand von 0:0. Der lange glücklose Richter schoss nach Zuspiel von Vargas aus sieben Metern unbedrängt am leeren Tor vorbei. Selbst fassungslos vergrub er sein Gesicht in den Händen. »Normalerweise mach ich die blind. Keine Ahnung«, sagte Richter.

Trainer Martin Schmidt konnte nach dem Sieg über den Ex-Club über diese Szene scherzen. »Das Tor stand am falschen Ort«, sagte Schmidt. »Wir haben 17 Punkte geschafft, die uns sicher guttun, die uns aber noch nicht zufriedenstellen bis Weihnachten«, sagte Schmidt und scherzte über seinen grün-bunten Weihnachtspulli. »Ist doch ein tolles Weihnachtsgeschenk.«

Richter war nach seinem Chancen-Fauxpas erleichtert, auch weil er doch sein Torglück fand. Vargas bediente Niederlechner, der flankte nach innen - und dort schob Richter aus kurzer Distanz ein.

Weniger turbulent verlief die zweite Hälfte, die ausgeglichener war. Nach reihenweise Torchancen in Durchgang eins mussten die Zuschauer nach der Pause lange auf eine Top-Möglichkeit warten - und das war gleich ein Elfmeter. »Für mich war es kein Elfmeter«, monierte Torhüter Robin Zentner.

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