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Metzinger Handballerinnen nach der WM-Pause mit hoher Hürde

Nach 39 Tagen Pause bestreiten die Metzinger Handballerinnen wieder ein Bundesliga-Spiel. Duell beim direkten Konkurrenten Blomberg

Metzingens Trainer Werner Bösch lobt, dass Jana Scheib (rechts) »mehr Zug zum Tor« als vor der WM-Pause hat.
Metzingens Trainer Werner Bösch lobt, dass Jana Scheib (rechts) »mehr Zug zum Tor« als vor der WM-Pause hat. Foto: Dieter Reisner
Metzingens Trainer Werner Bösch lobt, dass Jana Scheib (rechts) »mehr Zug zum Tor« als vor der WM-Pause hat.
Foto: Dieter Reisner

METZINGEN. 39 Tage liegen zwischen dem letzten Bundesliga-Spiel der Metzinger Handballerinnen und ihrem nächsten. 39 Tage, in denen fünf Nationalspielerinnen mit ihren Teams bei der Weltmeisterschaft in Skandinavien antraten. 39 Tage, in denen die »TusSies« lediglich in den Testspielen gegen die »Piraths« ATH Achenheim-Truchtersheim (Frankreich/33:23) und Sport-Union Neckarsulm (37:25) im Wettkampf-Einsatz waren. Jetzt endet diese Phase mit einem Doppelpack für die TuS im alten Jahr. Am Mittwoch (19 Uhr) gilt es, bei der HSG Blomberg-Lippe zu bestehen, ehe am Vorabend von Silvester noch das Heimspiel gegen HSV Solingen-Gräfrath (19.30 Uhr, Öschhalle) auf dem Programm steht.

Im Fall von Blomberg bekommt es Metzingen gleich mit einem direkten Konkurrenten im Kampf um einen Europapokal-Platz zu tun. TuS-Coach Werner Bösch kommt dieses Kaliber sehr gelegen. »Super, dann geht's gleich richtig los«, sagt der Österreicher und ergänzt: Wenn der Gegner auswärts Blomberg heiße, »hat man ein paar Prozent mehr Fokus darauf«.

Pokal-Spiel abgehakt

An die Westfälinnen haben die Metzingerinnen sehr gute Erinnerungen. Vor knapp zwei Monaten setzte sich das Bösch-Team bei der HSG im Pokal-Wettbewerb mit 28:24 durch. Dieses Ergebnis will man beim Ermstal-Club allerdings nicht überbewerten. Damals fehlte bei Blomberg die Rückraum-Schützin Malina Michalczik. Bösch: »Sie ist die Schlüsselspielerin.« TuS-Mannschaftsführerin Julia Behnke ist überzeugt, dass das September-Ergebnis keine Relevanz mehr hat. »Es war ein Pokal-Spiel. Letztendlich ist es egal, wie es damals ausgegangen ist. Wir wissen, wie hart es dort wird. Es gilt, sich schnell wieder zu finden«, sagt die Kreisläuferin.

Es ist das Verfolger-Duell zweier Teams, die am Saisonende den Sprung in den Europapokal schaffen wollen. Blomberg rangiert auf Rang vier, die TuS ist Sechste. Die Partie markiert den Auftakt von Duellen, in denen Metzingens Kontrahenten fast alle aus der oberen Tabellenhälfte kommen. Nach dem Heimspiel gegen Aufsteiger Solingen folgen die Spiele in Bensheim (2.), Leverkusen (8.) und gegen den Thüringer HC (3.).

Svensson und Scheib im Aufwind

»Wir müssen eine Top-Leistung bringen«, sagt Behnke vor der Partie in der Halle an der Ulmenallee. »Nur wenn wir am Limit spielen, haben wir gute Chancen, etwas mitzunehmen«, unterstreicht auch Bösch. Er hofft, dass die zuletzt erkrankten Nationalspielerinnen Maren Weigel und Anna Frankova wieder eingesetzt werden können. Rebecca Rott hatte nach ihrer Verletzungspause mit 3/2 Toren gegen Neckarsulm ihr Comeback im Bundesliga-Team gefeiert. Zudem hat Bösch bei den Rückraumspielerinnen Marte Juuhl Svensson und Jana Scheib einen klaren Aufwärtstrend ausgemacht: »Marte war eine Klasse besser als vor der Pause und Jana hat mehr Zug zum Tor.« (GEA)