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»Jetzt rollt der Zug«

STUTTGART. Für die deutschen Tischtennis-Spielerinnen lief alles nach Plan. Im entscheidenden Gruppenspiel setzten sie sich 3:0 gegen Italien durch und feierten den Einzug in die K.o.-Runde bereits wie eine Medaille. »Wir haben viele Rückschläge einstecken müssen und hatten eine harte Zeit. Jetzt rollt der Zug und wir spielen auch im Viertelfinale auf Sieg«, sagte Bundestrainer Jörg Bitzigeio. Von einer Medaille wollte er vor dem K.o.-Match an diesem Dienstag (10 Uhr) dennoch nichts wissen: »Wir müssen uns von diesem ergebnisorientierten Denken lösen. Wichtig ist, dass wir die Leistung abrufen.«

Zhenqi Barthel (Holsterhausen) holte gleich im Auftaktmatch gegen Nikoleta Stefanova (3:2) den noch zum Viertelfinaleinzug benötigten Punkt. Topspielerin Jiaduo Wu (Kroppach) erhöhte durch ein 3:2 gegen Laura Negrisoli auf 2:0. Kristin Silbereisen (Busenbach) besiegelte den überraschend deutlichen Erfolg schließlich mit einem 3:1 gegen Wenling Tan-Monfardini.

Besser als in St. Petersburg

Die deutschen Frauen verzeichnen bereits ein besseres Ergebnis als im Vorjahr, als sie in St. Petersburg nur Platz zehn belegten. Das Erfolgsgeheimnis ist die Ausgeglichenheit der Mannschaft, die Siege geben das nötige Selbstvertrauen. »Wir sind nur knapp am Gruppensieg vorbeigeschrammt. Spielen wir weiter so, brauchen wir vor niemandem Angst zu haben«, sagte Kristin Silbereisen.

Nach dem Ausfall der verletzten deutschen Meisterin Elke Schall überzeugte das Team durch Moral und spielerische Klasse. Neben Bundestrainer Jörg Bitzigeio feierte auf der Bank die frühere DTTB-Cheftrainerin Eva Jeler ein Comeback als Betreuerin.

»Es war mein Wunsch, während des Spiels mit einer erfahrenen Kollegin diskutieren zu können«, sagte Chefcoach Bitzigeio. Viele Ratschläge brauchten die beiden Experten gegen die Italienerinnen nicht zu geben. (sid/dpa)