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»Wir bleiben in der Liga«: Niederlage des VfL Pfullingen lässt Hoffnung nicht schwinden

Niederlage beim Überraschungsteam der Verbandsliga. Torjäger Schmidt trifft doppelt.

Szenen aus dem Spiel in der Hinrunde: VfL Pfullingens Kapitän Matthias Dünkel (links) gegen Schwäbisch Halls Ali Gutda Gökdemir.
Szenen aus dem Spiel in der Hinrunde: VfL Pfullingens Kapitän Matthias Dünkel (links) gegen Schwäbisch Halls Ali Gutda Gökdemir. FOTO: BAUR
Szenen aus dem Spiel in der Hinrunde: VfL Pfullingens Kapitän Matthias Dünkel (links) gegen Schwäbisch Halls Ali Gutda Gökdemir. FOTO: BAUR

SCHWÄBISCH HALL. Mit null Punkten im Gepäck musste Fußball-Verbandsligist VfL Pfullingen gestern Nachmittag die Heimreise aus dem 142 Kilometer entfernten Schwäbisch Hall antreten. Gegen die dort beheimateten Sportfreunde, die als Aufsteiger völlig überraschend auf dem dritten Rang liegen, setzte es für das Team von VfL-Trainer Daniel Güney eine deutliche 0:3 (0:0)-Niederlage.

Zwei Pfullinger Top-Chancen

Die Stimmung im Lager der Echazstädter? »Sie könnte definitiv besser sein«, sagte Pfullingens Kapitän Matthias Dünkel wenige Minuten nach Schlusspfiff. Das deutliche Endergebnis täusche allerdings über den wahren Spielverlauf hinweg. Denn zur Halbzeit stand es noch 0:0. Der 30-Jährige spricht von einem ausgeglichenen Spiel in Durchgang eins. Die besseren Gelegenheiten hatten sogar die Gäste. Einmal scheiterte VfL-Verteidiger Armin Humic nach einer Ecke am Aluminium. Dann kratzte ein Verteidiger der Hausherren einen Abschluss von Dünkel in höchster Not von der Linie.

Fünf Minuten nach der Pause, »wir haben einfach gepennt« (O-Ton Dünkel), setzte es den ersten Nackenschlag. Schwäbisch Halls Günter Schmidt, der mit 21 Treffern auf Rang zwei der Verbandsliga-Torjägerliste liegt, traf zum 1:0. 20 Minuten später war er erneut zur Stelle – 2:0. »Da waren die Köpfe dann natürlich unten«, berichtete Dünkel. Kurios: Der zweifache Torschütze flog in der 78. Minute nach einem groben Foulspiel an VfL-Verteidiger Marco Digel vom Platz.

Es ist ein verrücktes Bild, was sich vier Spieltage vor Schluss in der Tabelle abbildet: Zwischen den achtplatzierten Dorfmerkingern und dem Tabellen-14. Biberach liegen lediglich vier Punkte. Der VfL nimmt aktuell den vermeintlich ersten Nicht-Abstiegsplatz, Rang elf, ein.

Wie schafft man es, sich davon loszulösen, nicht in Panik zu verfallen und weiterhin nur von Spiel zu Spiel zu denken? »Genau das ist das Entscheidende: Von Spiel zu Spiel zu denken. Das machen wir schon in der gesamten Runde. Und natürlich auch jetzt«, sagte der Routinier. Natürlich wisse man, dass es nicht einfach werde mit dem Klassenerhalt. Dünkel sprach trotz der – auf dem Papier – deutlichen Niederlage abschließend klare Worte: »Ich bin mir sicher: Wir bleiben in der Liga.« (GEA)