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Anadolu SV Reutlingen trennt sich von Trainer Ercan Acar

In der Bezirksliga Alb sorgte Tariq Mohammada von der TuS Metzingen für eine bemerkenswerte Fair-Play-Aktion.

Ercan Acar ist nicht mehr Trainer bei Fußball-Bezirksligist Anadolu Reutlingen.
Ercan Acar ist nicht mehr Trainer bei Fußball-Bezirksligist Anadolu Reutlingen. Foto: Jo Baur
Ercan Acar ist nicht mehr Trainer bei Fußball-Bezirksligist Anadolu Reutlingen.
Foto: Jo Baur

REUTLINGEN. Der Bezirksliga-Spitzenreiter FC Rottenburg hat im Meisterrennen einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Elf von Trainer Marc Mutschler kam nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen die TSG Tübingen II hinaus. »Wir sind gut ins Spiel gekommen, hatten dann aber zu viele Phasen, in denen wir zu unachtsam waren«, resümierte Mutschler. Alioune Diedhiou hatte den Tabellenführer in Front gebracht. Vor allem in Durchgang zwei zeigten sich die Tübinger ebenbürtig und kamen durch Ben Göppert zum 1:1-Ausgleich.

»Das war ein Arbeitssieg, der nicht besonders schön zum Anschauen war«, urteilte Gomaringens Coach Sevket Gencaban nach dem 2:1-Sieg gegen den SV Wurmlingen. Tim Falkeburger hatte die Hausherren in Front gebracht, ehe der erst 18-jährige Ben Bahle bei seinem Startelf-Debüt sein erstes Tor im Aktivenbereich für die Gomaringer erzielte. Danach schalteten die Hausherren in den Verwaltungsmodus und die Wurmlinger kamen durch einen direkten Freistoß, verwandelt von Maximilian Frölich, nochmal heran.

Ein Zeichen für den Amateurfußball

»Das ist ein herausragendes Zeichen für den Amateurfußball und verdient allergrößten Respekt«, sagte SG Reutlingens Spielertrainer Zvonimir Kvesic. Sein Lob galt Metzingens Tariq Mohammada. Der Auswechselspieler der TuS fungierte gegen die SG als Linienrichter und winkte bei einem Metzinger Angriff Abseits. In dieser Aktion, die der Schiedsrichter zunächst nicht abpfiff, schoss Oguz das zwischenzeitliche 2:0, doch auf Nachfrage des Schiedsrichters stand Mohammada zu seiner Entscheidung und der Treffer wurde zurückgenommen. Bemerkenswert, zumal der Treffer das Spiel womöglich entschieden hätte. In dem kampfbetonten Duell zwischen der SG und der TuS setzte sich die SG am Ende mit 3:2 durch. »Wir haben uns das Spielglück erarbeitet und sind ruhig geblieben«, sagte Kvesic.

Ercan Acar und Umut Ogüt nicht mehr Trainer

Bei der 3:4-Niederlage von Anadolu Reutlingen gegen den TSV Hirschau wurde das Spielgeschehen schon vor dem Anpfiff zur Nebensache. Am Freitag entschied sich Anadolu dazu, Spielertrainer Ercan Acar von seinen Aufgaben zu entbinden. Als Reaktion trat auch Co-Trainer Umut Ogüt zurück. »Wir sind sehr enttäuscht. Die Entscheidung hat uns überrascht, wir haben zwar nicht die Ergebnisse erzielt, aber die Spieler sind auch nicht ins Training gekommen. Der Verein hat uns da kaum unterstützt«, so der sichtlich enttäuschte Acar, der vom Fußball nun erstmal eine Pause machen will.

Namik Ilhan vom TSV Hirschau überwindet Anadolu-Keeper Erhan Altun.
Namik Ilhan vom TSV Hirschau überwindet Anadolu-Keeper Erhan Altun. Foto: Meyer
Namik Ilhan vom TSV Hirschau überwindet Anadolu-Keeper Erhan Altun.
Foto: Meyer

Die SGM Dettingen/Glems musste sich beim SV Zainingen 1:2 geschlagen geben. »Ich bin enttäuscht, das war einfach zu wenig«, urteilte Dettingens Coach Patrick Plewnia. Vor allem in Durchgang eins offenbarten die Dettinger Unachtsamkeiten und fehlende Konsequenz und so ging der Gastgeber durch Rafael da Silva in Führung. In der zweiten Halbzeit zeigte sich die SGM verbessert, doch das 2:0 durch Manuel Lamparter entschied das Spiel, auch wenn Tim Lehmann (63.) nur drei Minuten später zum 1:2-Anschluss traf.

Schmerzhafte Niederlage für SV Walddorf

Nichts zu holen gab es für den SV Walddorf, der bei der SSC Tübingen mit 1:5 unterging. »Die Niederlage ist sehr schmerzhaft, vor allem in der Höhe«, erklärte Walddorfs Coach Erol Türkoglu. Ein Foulelfmeter brachte die SSC in Front. Kurze Zeit später zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt, aber Walddorfs Schülzle parierte, bei der anschließenden Ecke aber musste er hinter sich greifen und so ging es mit 0:2 aus Walddorfer Sicht in die Kabine. Dennis Hermanns (54. Minute) Anschlusstor brachte aber nochmal kurz Spannung zurück in die Partie. Für die Entscheidung sorgte schließlich Lars Lack, der per Doppelpack (55., 60.) auf 4:1 stellte. »Wir haben einfach zu viele individuelle Fehler gemacht, daraus müssen wir lernen«, sagte Türkoglu und ergänzte: »Wir dürfen aber den Kopf nicht hängen lassen und müssen nach vorne schauen. Abstiegskampf tut eben weh.«

Schmerzhaft war auch das 2:2-Unentschieden für die TSG Upfingen beim TSV Eningen. Nach schwierigem Beginn stabilisierte sich der Gast und erarbeitete sich die besseren Chancen. Andre Glück traf zur Upfinger Führung. Im zweiten Durchgang knüpfte die Luik-Elf an diese Leistung an, vergab aber hochkarätige Chancen. Erst in Minute 80 stellte Antonio Masino auf 2:0. Nur zwei Minuten später sorgte Upfingens Schlussmann Simon Schaude für den Eninger Anschlusstreffer. Nach seinem Foul war Marc Reinhardt per Strafstoß erfolgreich. Weitere zwei Minuten später sorgte erneut Reinhardt mit seinem Treffer zum 2:2 für Jubel im Eninger Lager. »Es fühlt sich scheiße an, aber es ist nur Fußball. Der Punkt kann am Ende noch ganz wichtig werden. Wir sind auf dem richtigen Weg und ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Klasse halten können«, fasste Upfingens Trainer Ralf Luik zusammen. (GEA)