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Aktuell Kommunalwahl

Reutlinger AfD: »Drei Sitze wären super«

AfD hat zum Pressegespräch geladen. Ihre wichtigsten Themen zur Gemeinderatswahl: Verkehr, Migration und Bürgerbeteiligung

AfD Reutlingen
Hansjörg Schrade, Hans Peter stauch und Stefan Kühnel sind drei der insgesamt 13 Kandidaten der AfD, die bei der anstehenden Kommunalwahl in den Reutlinger Gemeinderat kommen wollen. Foto: Norbert Leister
Hansjörg Schrade, Hans Peter stauch und Stefan Kühnel sind drei der insgesamt 13 Kandidaten der AfD, die bei der anstehenden Kommunalwahl in den Reutlinger Gemeinderat kommen wollen.
Foto: Norbert Leister

REUTLINGEN. Warum so wenige Frauen auf der Liste der AfD stehen? »Naja, die trauen sich nicht«, sagt Stefan Kühnel am gestrigen Freitagvormittag beim Pressegespräch. Der AfD-Kreisverband habe auch kaum Plakate aufgehängt, »weil die ja eh abgerissen oder beschädigt würden«, glaubt Schrade, der für den Reutlinger Gemeinderat auf Listenplatz 1 der AfD-Liste kandidiert. Deshalb würden die wenigen Wahlwerbe-Schilder auch auf mindestens vier Meter Höhe hängen – um sie vor Beschädigungen zu schützen. Grundsätzlich sei es schwierig gewesen, Kandidaten für die Liste zu finden. »Die wollen sich nicht zeigen, nicht outen und ihre Meinung kundtun, weil sie Repressionen befürchten«, ergänzt Hans Peter Stauch, der bereits im Landtag für die Partei sitzt.

Bislang habe die AfD im Reutlinger Gemeinderat natürlich noch kein Profil entwickeln können, weil sie ja nicht vertreten war, wie Schrade ausführt. Ein paar deutliche Unterschiede zu den etablierten Fraktionen gebe es aber schon: »Verkehr, Migration und direkte Demokratie«, führt der Spitzenkandidat an. Besonders bei dem letzten Punkt gebe es »eine kleine Schnittmenge mit WiR, die direkte Demokratie ist bei uns ein roter Faden«.

So will sich die AfD für Bürgerentscheide zu den Themen Auskreisung und Stadthallenhotel einsetzen. »Die Bürgerbeteiligung werden wir in den kommenden fünf Jahren deutlich verbessern«, verspricht Schrade. Voraussetzung dafür ist aber, dass die AfD auch gewählt wird. Ihr Wunschergebnis? »Wir wissen natürlich nicht, was bei der Wahl herauskommt, drei Sitze wären aber super, weil wir dann Fraktionsstärke hätten«, so Hansjörg Schrade, bevor er zusammen mit Stefan Kühnel und Hans Peter Stauch bei dem Pressegespräch zu den weiteren Themen kam, die für die AfD den großen Unterschied zu den etablierten Parteien darstelle. Welche Schwerpunkte die AfD-Vertreter dort setzen wollen, erfahren Sie morgen im GEA.