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Aktuell Geselligkeit

Gemütlicher Morgen mitten im Ort

LICHTENSTEIN. Leicht haben es Vereine heutzutage nicht mehr. Die demografische Entwicklung sorgt dafür, dass die Mitglieder immer älter werden, Nachwuchs dagegen macht sich eher rar.

Gemütlichkeit mit schwungvoller Blasmusik und delikaten bayerischen Schmankerln war Trumpf beim ersten bayerischen Frühschoppen
Gemütlichkeit mit schwungvoller Blasmusik und delikaten bayerischen Schmankerln war Trumpf beim ersten bayerischen Frühschoppen der Lichtensteiner Blasmusik. Foto: Gabriele Leippert
Gemütlichkeit mit schwungvoller Blasmusik und delikaten bayerischen Schmankerln war Trumpf beim ersten bayerischen Frühschoppen der Lichtensteiner Blasmusik.
Foto: Gabriele Leippert
Um die Vereinskassen aufzubessern, die von so mancher Finanzsteuer ziemlich gebeutelt wird, und auch um dem Vereinsleben neue Anreize zu geben, müssen sich die Verantwortlichen einiges einfallen lassen. So auch der Musikverein Lichtenstein: Am Sonntag fand der erste bayerische Frühschoppen vor der Lichtensteinhalle statt.

Richtig urig und gemütlich ging es zu, mit schwungvoller Blasmusik, dargeboten vom Musikverein Bempflingen unter Leitung von Thorsten Feisthammel, und sehr delikat mit bayerischen Schmankerln aus der Küche. Weißwürste mit süßem Senf und Brezeln, Krustenbraten mit würzigen Semmelknödeln oder deftige Kässpätzle mit geschmälzten Zwiebeln zergingen fast auf der Zunge.

Alternativen zur Hockete gesucht

Gegen den Durst half frisch gezapftes Weißbier und Ähnliches. »Die Marktplatzhockete wird nicht mehr veranstaltet«, betont Dieter Jetter. Denn diese rund dreißig Jahre lang wiederholte Veranstaltung hatte zuletzt immer weniger Besucher.

Also hatte die Vorstandschaft nach Alternativen gesucht. Bei den Überlegungen sei die Sprache relativ schnell auf den eigentlich sehr idyllischen Vorplatz bei der Lichtensteinhalle gekommen, berichtet Jetter. »Bürgermeister Peter Nußbaum hat sofort zugestimmt«, freut sich der Schriftführer, dass die Gemeindeverwaltung dem neuen Vorhaben des Vereins positiv gegenüber gestanden habe.

Dass am Sonntagvormittag dann weit mehr als hundert Gäste gekommen sind, machte den Vereinsfunktionär fast sprachlos: »Damit haben wir nicht gerechnet, zumal ja noch Ferienzeit ist.« Allerdings hatte die Lichtensteiner Blasmusik auch Glück mit dem Wetter. Trotz zahlreicher Wolken sorgte die immer wieder heraus blitzende Sonne für wohlige 22 Grad Wärme, seltene Regentropfen taten der Gemütlichkeit keinen Abbruch.

Künftig fester Platz im Kalender

»Ich bin sicher, dass es nächstes Jahr den zweiten bayerischen Frühschoppen geben wird«, ist Jetter zuversichtlich, dass die neue Veranstaltung künftig im Jahreskalender der Lichtensteiner Blasmusik einen festen Platz einnehmen wird. (GEA)