Logo
Aktuell Leute

Alles, was Blech heißt

LICHTENSTEIN-UNTERHAUSEN. Die Premiere ist rundum gelungen, das Lampenfieber war unbegründet. Seit Oktober leitet Marco Mayer die Lichtensteiner Blasmusik. Ende Dezember führte er »seine« Musiker zum ersten Mal durch das traditionelle Weihnachtskonzert.

Marco Mayer ist Musiker durch und durch, mit viel Mimik und Handzeichen leitet er seit Oktober die Lichtensteiner Blasmusik.  FOTO: LEIPPERT
Marco Mayer ist Musiker durch und durch, mit viel Mimik und Handzeichen leitet er seit Oktober die Lichtensteiner Blasmusik. FOTO: LEIPPERT
Marco Mayer ist Musiker durch und durch, mit viel Mimik und Handzeichen leitet er seit Oktober die Lichtensteiner Blasmusik. FOTO: LEIPPERT
Mit Musik ist der gebürtige Uracher aufgewachsen. »Fast alle in der Verwandtschaft spielen ein Instrument«, allen voran natürlich die Eltern, sagt der 26-Jährige. So ist es kein Wunder, dass sich der kleine Marco schon mit sieben Jahren für die Trompete begeistert.

Bankausbildung statt Studium

Erste Ensemble-Erfahrungen sammelt er im Uracher Stadtorchester unter Leitung von Eberhard Attinger. Die Ausbildung an der Trompete übernimmt später Hans-Peter Buck von der Musikschule Nürtingen. In seiner Freizeit übt sich Marco Mayer auch im Spiel von Bariton, Tenorhorn, Posaune und, und, und. »Naja, in der Zwischenzeit spiele ich alles, was Blech heißt«, erklärt der sympathische junge Mann mit einem Schmunzeln. Die Leistungslehrgänge des Blasmusikverbands vom D 1 bis zum D 3 absolviert er nebenher. Bis zum Abitur spielt Marco Mayer mit dem Gedanken, Orchestermusik zu studieren. »Aber dann habe ich mich doch für einen normalen Weg entschieden.« Das anfängliche Maschinenbau/BWL-Studium sei nicht ganz »das Passende« gewesen, konstatiert er im Rückblick. Bankgeschäfte haben's ihm angetan und so beginnt er die Ausbildung zum Finanzassistenten.

Ganz nebenbei besucht er den ersten Dirigenten-Lehrgang C 1 des Blasmusikverbands. Den nächsthöheren Kurs lässt er einfach aus, mit der höchsten Stufe C 3 und der abschließenden Prüfung erreicht er das Dirigenten-Diplom des Verbands. »Auch beim Metzinger Stadtmusikdirektor Bruno Seitz habe ich viel für die Orchesterleitung gelernt«, sagt er.

Jetzt dirigiert er die rund 25 Musiker des Musikvereins Unterhausen jeden Freitagabend. Nebenher spielt er beim Musikverein Neuhausen mit und unterrichtet den Trompetennachwuchs der Lichtensteiner. Damit ist Mayers Wochenplan aber noch nicht ausgefüllt.

Zweimal pro Woche trainiert er, damit er fit bleibt, für seinen Einsatz beim Fußball-Bezirksligisten TSV Wittlingen. »Musik und Sport laufen bei mir teilweise ineinander«, sagt er mit einem Augenzwinkern. So komme es öfters mal vor, dass er zuerst zwei Stunden kicke und direkt nach dem Duschen seiner Musikleidenschaft fröne: »Da kommt man halt mal fünf Minuten später.«

Mit seiner Lichtensteiner Blasmusik hat er in den nächsten Monaten noch so einiges vor. »Ich möchte noch viele neue Impulse geben«, sagt Mayer und freut sich, dass die Instrumentalisten »komplett, egal ob älter oder jung, total mitziehen«. Wie übrigens auch die Freundin. »Bis jetzt geht's gut«, ist Mayer froh, dass sie sein Engagement mitträgt. (GEA)