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»Die drei vom Dohlengässle«: Humor, Wortwitz und Gesang

Die drei vom Dohlengässle sorgten bei den Dettinger Kabarett-Tagen am Freitagabend für ein ausverkauften Susanna-von-Zillenhart-Saal. Mit schwäbischem Humor, viel Wortwitz und mehreren Gesangseinlagen widmete sich das Trio dem Thema Integration.

Foto: Börner
Foto: Börner

DETTINGEN. Wie mag sie wohl sein, die Neue im Dohlengässle? Diese Frage stellen sich Hildegard (Ida Ott) und Josephe (Dietlinde Ellsässer) und machen sich so allerlei Gedanken, ob die noch unbekannte Nachbarin vielleicht Dreck am Stecken habe, der Schickeria angehöre oder – wenn's der Herrgott ganz schlimm mit ihnen meint – ein Hippie sei. Gegen die Nervosität hilft da nur ein Gläschen Obstler. Endlich klingelt es an der Tür und das Phantom bekommt ein Gesicht. Emma (Gina Maas) stellt sich als lebenslustige Weltenbummlerin mit schwäbischen Wurzeln vor.

Doch was hat die gebürtige Tigerfelderin als Gastgeschenk mitgebracht. Nicht die erhoffte Sahnetorte, auch keinen selbstgebackenen Käsekuchen, dafür einen uralten Hefezopf. Ich bin Mülltaucherin und fische abgelaufene Lebensmittel aus der Tonne, die noch essbar sind, berichtet Emma mit englischem Akzent ihren verdutzten Gegenübern. Auch dass die neue Nachbarin scheinbar nicht nur viele fremde Länder, sondern auch Männer kennen- und lieben gelernt hat, macht Hildegard und Josephe zunächst sprachlos.

Das ist eine richtig runde Sache, freute sich Kulturamtsleiterin Ursula Haas über die riesige Nachfrage nach den drei Frauen vom Dohlengässle. 155 Gäste kamen ins Bürgerhaus am Anger, ließen sich vom Chor Vocal Affairs mit Wurstsalat und Getränken bewirten und genossen das eineinhalb stündige Programm JetztGrüßGott der drei schwäbischen Kabarettistinnen. (GEA)