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Sinnlich und spannend

REUTLINGEN. Der Charme der Unvollkommenheit krönte das Konzert der »Gli Scarlattisti« in der Kreuzkirche. Wie viel Wachheit, Spannung und Geschlossenheit hinter der so lebendig pulsierenden Darbietung von Johann Rosenmüllers Sonntagsvesper-Psalmen steckte, betonte ein kleiner Stolperer im abschließenden Magnificat: Ein Faden des kunstvoll gemusterten Stimmgewebes geht den Scarlattisti zu Beginn des »Sicut locutus est ad patres nostros« verloren, ein Einsatz ist nicht punktgenau. Eine Geste von Dirigent Jochen M. Arnold bringt Innehalten, ein Fingerschnippen den neuen Taktanfang und die Pause bleibt kaum spürbar in diesem dichten Agieren. Der Zuhörer findet aus der Erhabenheit der Musik nicht auf den Boden zurück. Schon schnüren sich Sopran, Alt und die anderen Stimmen so präzise und seelenvoll wie zuvor durch die melismatischen Windungen dieser Musik empor.

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