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Aktuell Open Air

Ein Fest der Weltmusik im Reutlinger Echaz-Hafen

Nach einem Jahr Corona-Pause kehrt das Inter:Komm!-Festival des franz.K zurück. Im neuen Open-Air-Gelände Echaz-Hafen feierten sechs Bands und Hunderte Fans an zwei Abenden ein Fest der Weltmusik.

Sängerin Ania Witczak von Dikanda im Echaz Hafen Reutlingen
Sängerin Ania Witczak von Dikanda war auch als Trommlerin zu erleben. FOTO: KNAUER
Sängerin Ania Witczak von Dikanda war auch als Trommlerin zu erleben. FOTO: KNAUER

REUTLINGEN. Bei seiner Rückkehr aus der Corona-Pause blieb das Inter:Komm!-Festival endlich einmal vor Sturm und Regen verschont, anders als in den Vorjahren. Der Echaz-Hafen bewährte sich und bot mit seinen Schiffscontainern und Platanen einen schönen Rahmen für die Musik von sechs Bands. Angesagt waren einmal mehr Combos, die in ihren Songs Elemente verschiedener Kulturen vereinen.

Den Auftakt am Freitag machten die Neurutics aus Reutlingen mit einer Mischung aus Rock, Balkanklängen, Rap und melancholischen russischen Gesängen, garniert von Cello und Trompete. Danach verband die Compania Bataclan aus dem Ruhrgebiet südamerikanische und orientalische Rhythmen mit Chansons und Protestliedern; im Zentrum Sängerin Zebralina mit intensiver Stimme und Akkordeon. Zum Abschluss brachten die vier (weißen) Männer von Makatumbe jede Menge afrokaribisches Feeling in den Echaz-Hafen. Wozu Sänger Edgar Wendt Klezmer-Anklänge mit der Klarinette mischte.

Den Samstag eröffnete das Bajram Agushev Orkestar aus Reutlingen mit stimmungsvollen nordmazedonischen Tanzrhythmen und Jazz-Elementen. Neben Bandlieder Agushev, der mit tollen Trompetensoli glänzte, bezauberte Gastsängerin Derya Iskili in mehreren Liedern. Die polnische Gruppe Dikanda begeisterte mit dem leidenschaftlichen Gesang von Ania Witczak und Kasia Bogusz und einem Mix von Samba bis Rock. Zum Abschluss entführten die sechs Franzosen von Lalala Napoli die Besucher in die Musikwelt Süditaliens, die sie mit herben Rockklängen anrauten.

Je etwa 300 Besucher feierten an beiden Abenden die Bands. Endlich durfte wegen der niedrigen Inzidenzen auch wieder vor der Bühne getanzt werden, wenn auch mit Maske. Das wurde, je später der Abend, auch intensiv genutzt. Eine wirklich gelungene Rückkehr des Festivals. (GEA)