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Tübinger Notärztin kritisiert Kanzler für Flüchtlingspolitik

Die Tübinger Ärztin Lisa Federle. Foto: Weißbrod/dpa
Die Tübinger Ärztin Lisa Federle. Foto: Weißbrod/dpa

TÜBINGEN. Die Tübinger Notärztin Lisa Federle hat die Flüchtlingspolitik der Ampelregierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kritisiert. »Scholz sagt viel zu wenig offen, was für wirkliche Probleme wir haben«, sagt sie im Podcast »Die Wochentester« (Kölner Stadt-Anzeiger) im Gespräch mit den Moderatoren Christian Rach und Wolfgang Bosbach.

Die Notärztin, die deutschlandweit unter anderem bekannt wurde durch ihr »Flüchtlingsmobil«, mit dem sie in Tübingen Geflüchtete behandelt, fordert mehr Ehrlichkeit in der Debatte. »Ich habe sehr viel für Flüchtlinge getan, ich kann das so sagen. Von mir kann keiner behaupten, dass ich auch nur ansatzweise rechtsradikal bin, also: Wenn wir immer so tun, als würden wir das irgendwie schon hinkriegen, und wir reden über das Thema gar nicht richtig, dann wird die AfD immer mehr Zuwachs kriegen.« Denn dann würden immer Leute AfD wählen, »die überhaupt nicht rechtsradikal seien, die aber mit der Regierung überhaupt nicht zufrieden sind«. Das mache ihr große Sorgen. »Wenn wir den Menschen nicht zuhören, wird die Angst größer, wird die Radikalisierung größer.«

Federles Aussagen sind zu hören im Podcast »Bosbach & Rach - Die Wochentester« mit Wolfgang Bosbach und Christian Rach auf ksta.de/podcast und auf rnd.de. Der Podcast ist außerdem abrufbar über Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music, Audio Now, Deezer und Podimo. (dpa)