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Aktuell Bauprojekt

Farbe wird in den Räumen der neuen Kusterdinger Kita nur akzentuiert eingesetzt

Neue Kita in der Hölderlinstraße von Kusterdingen: Der Bauausschuss des Gemeinderats diskutierte vor Ort über die Gestaltung der Räume.

Bürgermeister Jürgen Soltau (links) und der Bauausschuss verschafften sich einen Überblick über die Pläne.
Bürgermeister Jürgen Soltau (links) und der Bauausschuss verschafften sich einen Überblick über die Pläne. Foto: Nadine Nowara
Bürgermeister Jürgen Soltau (links) und der Bauausschuss verschafften sich einen Überblick über die Pläne.
Foto: Nadine Nowara

KUSTERDINGEN. Der neue Kindergarten in Kusterdingen an der Ecke Hölderlinstraße/Mozartstraße nimmt Gestalt an. Nun geht es an die Planung der Inneneinrichtung. Ab August soll das Gebäude in den Betrieb gehen. Der Bauausschuss des Gemeinderates verschaffte sich am Montag einen Eindruck über die Räumlichkeiten und entschied über Farbkonzepte von Decken, Wänden und Mobiliar. »Es ist bewusst reduziert. Farbe setzen wir nur akzentuiert ein. Die Kinder sollen das Haus selber bunt machen«, sagte die Projektleiterin Tanja Metzger vom Architekturbüro S hoch 3.

In Bezug auf die Einrichtung gilt es viel zu beachten. Soll das Holz pigmentiert werden? Wie wird es nachdunkeln? Sind Dämmplatten nötig? Mit Liebe zum Detail begutachteten die Räte die Muster. »Ist das denn nicht zu wenig Farbe?«, merkte Vera Ambros, Härtenliste, an. Sie hätte es gerne gesehen, wenn das zweite Stockwerk eine andere Farbgebung als das Erdgeschoss hätte. So wüssten die Kinder immer, auf welcher Etage sie sich befinden.

Teppiche als mobile Farbkleckse

Das Konzept: Die Möbel sollen aus Buchenholz sein. Die Tische erhalten eine weiße Oberfläche. Der Linoleum-Boden ist in grau-braunen Tönen gehalten. Der Sanitärbereich soll in Blautönen gehalten sein. Für Farbe in den Räumen sollen neben Teppichen kleine Sitzteppiche als »mobile Farbkleckse« sorgen. Mit diesen könne man etwa einen Sitzkreis bilden. Jede der fünf Gruppen bekommt dafür eine Grundfarbe. Sitzbänke gibt es auch entlang der Fassade. »Darunter passen auch Spielkisten«, sagte Metzger. »Wichtig ist uns die Behaglichkeit«, sagte Sebastian Krieg vom Architekturbüro S hoch 3.

Für die Kindertageseinrichtung sind fünf altersgemischte Gruppen vorgesehen. Bis zu 104 Kinder ab zwei Jahren können hier spielen und lernen. Die Baukosten liegen etwa bei acht Millionen Euro. Träger der Kita ist der evangelische Kirchenbezirk Tübingen. Wie ist die Raumverteilung? Im Erdgeschoss der Kita befinden sich die Küche, zwei Essensbereiche und die Schlafräume. Im Obergeschoss sind neben den Gruppenräumen ein Atelier, Bewegungsräume und Personalzimmer angedacht. Kleinere Zimmer sollen als Rückzugsorte dienen. (GEA)