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Aktuell Videospiele

So oft wie möglich und überall

GOMARINGEN. Wir spielen am PC, auf der X-Box, auf der Playstation, auf der Wii, auf Nintendo DS, auf dem Tablet und am Handy Videospiele. Wir spielen so oft wie möglich und überall. Man ballert bei Videospielen auch nicht einfach nur rum. Das ist so nur in Shootern und manchmal bei ein paar anderen Spielen. Shooter, also »Ballerspiele«, machen aber nicht dumm, sondern man benötigt bei den meisten auch Kommunikation und Strategie. Es gibt nicht nur Shooter, sondern auch andere Spielgenres wie Jump’n’Runs, Point-and-Click Adventures, Rollen-, Strategie- und Sportspiele, Simulationen und Lernspiele.

Bei Videospielen ist auch öfter die Kreativität gefragt wie zum Beispiel in dem berühmtesten Spiel Minecraft. Dort fängt man mit nichts in der Natur an und baut sich immer mehr und größere Dinge: Häuser, Städte und ganze Landschaften.

Fifa, PES (Fußball), NBA (Basketball) Madden NFL(American Football), Top Spin (Tennis), NHL (Ice-Hockey) gehören zu den Spielen, die Strategie und auch grundsätzliches Wissen über die jeweilige Sportarten voraussetzen. Die Spiele kann man offline, aber auch online mit beziehungsweise gegen andere spielen. Jedes Jahr kommen auch hier neue Versionen heraus, die die Wirklichkeit abbilden, beispielsweise mit aktuellen Fußballmannschaften und Stars.

Die Sache mit dem Jugendschutz

Es gibt auch Videospiele, die nur für Erwachsene sind. Darin wird meist gekämpft, oder es sind Horrorspiele. Oft spielen Jugendliche sie trotzdem. Woran liegt das? Zum einen gibt es Eltern, die ihren Kindern diese Spiele tatsächlich kaufen. Zum anderen gibt es viele Möglichkeiten für die Jugendlichen, die Kontrollmechanismen zu umgehen. Da werden Konsolenaccounts falsch eingerichtet, indem man bei der Alterseingabe betrügt. Danach kann man sich online problemlos Spiele ab 18 besorgen. Dazu braucht man nur noch Bezahlkarten, die man ohne Altersbeschränkung in jedem Elektromarkt, in Tankstellen oder beim Drogeriemarkt kaufen kann.

Auch hier sollten die Eltern genau hinsehen und sich technisch auskennen. Wenn natürlich der 15-Jährige seine Konsole selbst einrichtet, weil man es als Erwachsener nicht kann oder zu faul ist, die Bedienungsanleitung zu lesen, ermöglicht man seinem Kind den Zugang zu diesen Spielen.

Sind Videospiele gefährlich? Viele Erwachsene sagen, dass Videospiele verdummen, aber das stimmt so nicht. Sie fördern die Kreativität, man braucht Strategien und sie trainieren das Hirn, sich besser Sachen zu merken, Entscheidungen schneller zu treffen und schneller zu reagieren. Spricht man mit uns Jugendlichen über die Videospiele, erfährt man, dass die wenigsten einfach nur dumm rumballern. Sogenannte »Gefahren« liegen meist ganz woanders.

Die Firmen, die die Videospiele herstellen, verdienen nicht nur bei der Anschaffung der Spiele – diese sind, wenn sie neu herauskommen, ja nicht gerade billig. Wenn man online spielt, gibt es Möglichkeiten, die Spiele zu erweitern. Man kann zum Beispiel bei Fußballvideospielen wie Fifa 16 Spieler mit Fifa-Coins kaufen, um seine Mannschaft zu verbessern.

Wirtschaftsfaktor Videospiel

Wenn ein Spiel neu herauskommt, kostet ein Topspieler wie zum Beispiel Ronaldo locker mal 15 Millionen Coins, das entspricht etwa 2 000 Euro. So viel gibt normalerweise kein Hobbyspieler aus. Wir warten dann, bis das Spiel etwas länger auf dem Markt ist, da wird es dann günstiger. Trotzdem geben Jugendliche über diese Coins im Jahr für Zusatzfunktionen in ihrem Lieblingsspiel locker mal zwischen 30 und 200 Euro im Jahr zusätzlich aus.

Auch hier gibt es eine gewisse Suchtgefahr. Minderjährige können aber eigentlich alleine gar keine Coins kaufen, da man hierfür ein eigenes Konto braucht, um online zu bezahlen. Auch in dieser Sache tragen also die Eltern wieder die Hauptverantwortung.

Die besten Spieler zeigen auf eigenen Youtube-Kanälen ihre Tricks mit all ihren Zusatzfunktionen, die sie für teures Geld in Coins gekauft haben. Da sie für entsprechend viele Klicks aber auch bezahlt werden, finanzieren sie mit ihren Youtube-Einkünften wiederum Zusatzfunktionen in ihren Spielen.

Wir raten den Eltern, sich gut zu informieren, was da so im Jugendzimmer passiert und wofür die eigenen Kinder sich interessieren. Zum einen macht es sicher auch Spaß, mal mit einem Hobby von uns gemeinsame Zeit zu verbringen, zum anderen kann man auch von uns noch eine Menge lernen. Wenn einem auffällt, dass sich das eigene Kind durch Videospiele verändert, sollte man mal kontrollieren, welche Spiele es spielt. Vielleicht sind diese nicht altersgerecht. Es gibt eine Internetseite, auf der man überprüfen kann, ob man spielsüchtig ist: www.ins-netz-gehen.de. Hier findet man viele jugendgerechte Informationen und Tipps rund ums Thema. (ZmS)

Julian Dollinger, Bleron Sopa und Michele Nigro, Schlossschule Gomaringen, Klasse 8