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Sahneschnittchen-Basketball

REUTLINGEN-ROMMELSBACH. Links einen Schritt nach vorne, dribbeln, Schritt rechts. Ganz schön schwierig. Und fast ein bisschen wie beim Tanzen. Der Ball fliegt in Richtung Korb - und vorbei. Trainer Tolga Öngören schüttelt den Kopf. Nein, einfach nur groß zu sein wie Tigers-Profi Mirko Anastasov, der unglaubliche 2,08 Meter misst, reicht beim Basketball nicht. Auf die Technik kommt's an - dann hat man auch als ganz kleiner Mann eine Chance.

Formvollendete Eleganz in der Turnhalle: »Tiger« Richard Chaney bleibt am Ball.  GEA-FOTO: FINK
Formvollendete Eleganz in der Turnhalle: »Tiger« Richard Chaney bleibt am Ball. GEA-FOTO: FINK
Formvollendete Eleganz in der Turnhalle: »Tiger« Richard Chaney bleibt am Ball. GEA-FOTO: FINK
Eigentlich haben die Tübinger Walter Tigers montags ihren freien Tag. Doch anstatt auf dem Sofa rumzulümmeln, zeigten vier der Jungs 50 ZmS-Teilnehmern in der Rommelsbacher Wittum-Halle, wie echter First-Class-Sahneschnittchen-Basketball auszusehen hat.

Mathe-Asse haben's leichter

Zwei der langen Kerls, Daniel Fountain und Richard Chaney, kommen aus dem Mutterland des Basketballs. Jetzt spielen die Jungs aus den Vereinigten Staaten fürs Tübinger Team in der Ersten Bundesliga. Wer mit ihnen Körbe werfen will, muss also nicht nur in Sport, sondern auch in Englisch einigermaßen fit sein. Und - ob man's glaubt oder nicht - auch ein paar Mathe-Kenntnisse helfen weiter. Team-Manager Tobias Fischer erklärt, worauf's beim Korbleger ankommt. Einfach drauflos werfen is' nicht! Statt dessen gilt: Brett sauber anpeilen und mitdenken. »Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel«, sagt Fischer. Wie beim Billard. Wer das weiß, trifft mehr.

Verschiedene Formen des Passens, Dribbelns und Ballhandlings haben die Jungs und Mädels von ZmS ausprobiert - und sind sich einig: Basketball ist ein cooler Sport. Der 14-jährige Philipp Wörner aus Würtingen bringt's auf den Punkt: »Spaß hat's gemacht!« (GEA)