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Aktuell INTERVIEW

Erst Mülleimer, dann Mauern und Häuser

REUTLINGEN. Haben Sie sich auch schon mal gefragt, was eine der schwierigsten Sportarten ist? Eine Sportart, bei der es auf Mut, Geschicklichkeit und Ausdauer ankommt. Parkour zum Beispiel. Parkour ist eine sportliche Fortbewegungsart, bei der es wichtig ist, nur mit seinem Körper – ohne technische Hilfsmittel also – von A nach B zu kommen. Jeder Parkourläufer stellt sich seinen eigenen Parkour zusammen, in dem er sich durch sein Gelände (in der Stadt oder im freien Gelände) so schnell wie möglich fortbewegt. Es wird versucht eine Strecke mit möglichst genauen und verschiedenen Bewegungen so gut wie möglich zu »gehen«. Parkour ist jedoch eigentlich nicht wettbewerbstauglich, denn wenn man es schnell und unkonzentriert macht, kann es gefährlich werden. Parkour bedeutet, die Umwelt wahrzunehmen und möglichst alles von ihr zu überwinden. Dieser Sport wurde ursprünglich von einer Gruppe Jugendlicher erfunden, die dies als eine Erweiterung des normalen Fange-Spiels betrachteten. Als Kinder kletterten und sprangen sie anfangs nur über Mülleimer und Tischtennisplatten, als Jugendliche überwanden sie dann auch noch Mauern, Zäune und Häuser. Die Erfinder von Parkour – viele nennen Raymond Belle und seinen Sohn David – sehen Parkour nicht als Sportart, sondern als kreative Kunst. Wir haben zu diesem Thema beim ZmS-Schnuppertraining in der Reutlinger TSG-Halle einen Parkourläufer interviewt, der auch Parkour als Sportart trainiert.

»Es schadet nicht, ein bisschen sportlich zu sein ...«
ZmS: Wer hat Parkour eigentlich erfunden?

Parkourläufer:

Die Franzosen haben Parkour erfunden, aber es gab im Vietnamkrieg eine ähnliche Fortbewegungsart.

Um was geht es beim Parkour?

Parkourläufer: Beim Parkour geht es darum, Hindernisse effizient und schnell zu überwinden, das heißt, schnellst- möglich von A nach B zukommen.

Braucht man bei Parkour irgendwelche Grundvoraussetzungen?

Parkourläufer: Grundsätzlich kann Parkour jeder machen, der Spaß am Sport hat und an der Bewegung. Es schadet natürlich nicht, ein bisschen sportlich zu sein, und was auch wichtig ist, ist dass man keine Angst hat. Ja, das ist ziemlich wichtig.

Gibt es in dieser Sportart auch Weltmeisterschaften?

Parkourläufer: Ja, diese werden meistens von Red Bull gesponsert und veranstaltet.

Seit wie vielen Jahren machen Sie schon Parkour?

Parkourläufer: Ich mache Parkour seit rund zweieinhalb Jahren.

»... und was auch wichtig ist, ist dass man keine Angst hat«
Benötigt man dafür eigentlich auch eine bestimmte Kleidung?

Parkourläufer:

Ja, man braucht Sportbekleidung, feste Schuhe und am besten eine weite, lange Hose. (ZmS)

Gabriel Joas, Simon Ritter und Cornelius Brändel, Evangelisches Firstwald-Gymnasium Mössingen, Klasse 8 a und b

www.gea.de/zms