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Aktuell Leserbrief

»Schlag in das Gesicht der Bürger«

Öffnungszeiten der Freibäder in der Region (per E-Mail)

Die Öffnungszeiten der Bäder in Pfullingen und Reutlingen sind ein Schlag in das Gesicht der Bürger. Jahrelang wurde eine miserable Personalpolitik in beiden Bädern betrieben. Kündigungen von Mitarbeitern, Aufhören von ausgebildeten Lehrlingen, Nichtübernahme von Azubis. Gleichzeitig Meister, die sich hinter ihrer sogenannten Technik verstecken – Sätze aussprechen wie: »Ich stehe doch nicht als Aufsicht an das Becken.« Was bedeutet Aufsicht? Das ist die tägliche Basisarbeit, hier arbeite ich als Dienstleister an den Kunden. Doch nein, keine Lust darauf – einfach zu schade dafür.

Speziell in Reutlingen werden die Meister nicht in den Aufsichtsbetrieb eingesetzt, das könnte die erste Maßnahme sein, um den Personalmangel etwas zu verringern. Drei Schichten mit je acht Stunden, das ist doch was! Bäder wie Tübingen/Mössingen zeigen, es geht auch anders, seit Jahren gleichbleibende großzügige Öffnungszeiten – hier steht der Begriff Dienstleistung noch hoch im Kurs. Die Mitarbeiterwertschätzung steht hoch im Kurs, ein Fremdwort für Pfullingen und Reutlingen? Am Ende ist doch der Bürger der Dumme, gesplittete Zeiten wie Ferienzeiten/Schulzeiten – wer soll hier den Überblick behalten?

Eine Kooperation unter den Bädern Eningen/Pfullingen und Reutlingen könnte eine Variante sein, aber nein, alle kochen ihr eigenes Süppchen und nehmen sich noch gegenseitig das Personal ab. Wo ist der Aufschrei, wo bleibt eine Reaktion – ist der Leidensdruck von uns Bürgern mittlerweile so hoch?

Eine Variante könnte auch die Schließung einzelner Bäder sein. Warum brauchen wir im Umkreis fünf Bäder? Vielleicht könnte das ein Ansatz sein. Konzentration auf das Wesentliche mit großzügigen Öffnungszeiten – Personal wäre dann da!

 

Michael Peters, Pfullingen