Die AfD-Partei kämpft um jede Stimme und insbesondere derzeit auch um die der Kinder und Jugendlichen. Die Parteimitglieder sind sich nicht zu schade, unmittelbar vor Schulen ihren Parteistand aufzubauen.
Bereits vor Schulbeginn war der Stand am Montag direkt vor dem Beruflichen Zentrum in der Karlstraße und am Dienstag direkt vor dem Johannes-Kepler-Gymnasium an der Alteburgstraße aufgebaut und mit jeweils zwei Personen besetzt.
Dabei ist es der AfD offenbar egal, dass im Moment Prüfungszeit ist und sie die Schüler unter Umständen aus ihrem Prüfungsfokus herausreißt. Diese Partei respektiert keinerlei ungeschriebene Gesetze, ganz im Gegenteil, sie sucht geradezu den Tabubruch. Getreu nach dem Motto: Immer hart an der Grenze agieren.
In Deutschland gilt aufgrund der vorherrschenden Demokratie die Meinungsfreiheit, das Demonstrationsrecht und besonders zu Wahlzeiten die Werbefreiheit für Parteien (was ich begrüße). In diesem Kontext gilt es, auch eine andere als die eigene Meinung zu respektieren.
Die folgende Frage sei gestattet: Was sagen wohl die Eltern dieser Kinder und Jugendlichen dazu, dass eine Partei noch vor Schulbeginn, eventuell auch während der Pausenzeiten oder nach Schulschluss, ihre Kinder anspricht und sie für diese gewinnen will?
Auf Nachfrage bei Bündnis 90/Die Grünen als auch der CDU war zu erfahren, dass eine solche Vorgehensweise nicht infrage kommt. SPD und FDP waren zu dem Zeitpunkt nicht erreichbar.
Norbert Paulus, Reutlingen
