Mit Belustigung las ich, dass FDP-Experte Gero Hocker es in der Thematik »kostenloses Schulessen für Kinder« unfair fände, wenn Kinder von Eltern, welche zum Beispiel Anwälte oder Ärzte seien, ein Essen bekommen. Wenn das Kind eines Anwaltes oder Arztes, welcher von seinem in unzählbaren Arbeitsstunden sauer verdienten Geldes jährlich bis zu 100.000 Euro Steuern an den Staat bezahlt, ein Mittagessen bekommt, wäre das wirklich nicht fair? Wäre das weniger fair wie das Mittagessen für ein Kind eines nicht Arbeitenden, welcher auf Sozialhilfe angewiesen ist? Es ist, laut FDP-Experte Gero Hocker, anscheinend auch unfair, wenn sich Kinderlose durch ihre Steuer an einem kostenlosen Mittagessen mitbeteiligen würden. Was wäre der Staat denn ohne Eltern, welche entbehrungsreich dem Staat Kinder aufziehen und somit auch dessen Fortbestand und Wirtschaft sichern? Wäre das wirklich unfair, wenn diese Kinder ein Mittagessen bekommen?
Laut Bericht im GEA wollen unsere (von Steuern bezahlten) Politiker sowieso erst bis zu acht (!) Jahre darüber beraten, anstatt jedem Kind in Deutschland sofort eine einzige warme Mahlzeit am Tag zu sichern, egal, ob die Mama zu Hause auf dem Sofa sitzt oder in der Klinik arbeitet.
Ich ziehe voller Hochachtung meinen Hut vor allen Bürgern, welche in diesem Belang trotzdem den langen Atem haben, sich für unsere Kinder zu engagieren.
Cornelia Görlach, Reutlingen
