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Zweimal Beier: Hoffenheim-Talent glänzt gegen Werder

Werder Bremen wird von einem 21-Jährigen düpiert: Maximilian Beier erhöht sein Torkonto bei den Hoffenheimern und darf sich allmählich Hoffnungen auf seine erste Nominierung in der DFB-Auswahl machen.

TSG 1899 Hoffenheim - Werder Bremen
Hoffenheims Ihlas Bebou (l) im Zweikampf mit Anthony Jung von Werder Bremen. Foto: Jan-Philipp Strobel/DPA
Hoffenheims Ihlas Bebou (l) im Zweikampf mit Anthony Jung von Werder Bremen.
Foto: Jan-Philipp Strobel/DPA

Maximilian Beier von der TSG 1899 Hoffenheim hat sich mit zwei weiteren Toren nachdrücklich bei Bundestrainer Julian Nagelsmann empfohlen. Der 21-Jährige erzielte beim 2:1 (2:0) der Kraichgauer am Sonntag gegen Werder Bremen seinen elften und zwölften Saisontreffer (8. und 44. Minute) und darf von einer EM-Teilnahme träumen. Zum Abschluss des 24. Spieltages in der Fußball-Bundesliga feierte das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo den ersten Heimsieg in diesem Jahr. Für Werder war das späte Anschlusstor von Skelly Alvero (90.+2) in Überzahl zu wenig.

In der Tabelle setzte sich die TSG damit als Siebter drei Punkte von den Bremern ab, die die zweite Niederlage in der Rückrunde kassierten. Vor der Partie hatte sich bei Werder der kolumbianische Stürmer Rafael Borré wie erwartet verabschiedet. Der Stürmer wechselt nach Brasilien zum Erstligisten Internacional Porto Alegre, wie die Südamerikaner in den sozialen Netzwerken mitteilten. »Es ist richtig, dass das kurz bevorsteht«, sagte Chefcoach Ole Werner unmittelbar vor der Partie im Streamingdienst DAZN und unterstrich: »Jetzt haben andere ihre Möglichkeit, in diese Lücke zu stoßen.«

Lücken in die gegnerische Abwehr rissen vor 25.000 Zuschauern in Sinsheim aber zunächst die Hoffenheimer: Beier und Ihlas Bebou hatten schon in den Anfangsminuten die Führung auf dem Fuß. Dann war es der TSG-Torjäger, der nach einer Ecke von Anton Stach direkt abzog und zum 1:0 traf. Den schnellen Beier bekamen die Bremer überhaupt nicht in den Griff: Wenige Minuten später vergab Bebou nach dessen Hereingabe die nächste Chance.

Auf der Gegenseite kamen die Werder-Stürmer Nick Woltemade und Marvin Ducksch zunächst kaum zur Entfaltung, weil vor allem Florian Grillitsch und Umut Tohumcu immer wieder die Bälle der Gäste abfingen. Eine Woche nach dem 3:2-Sieg bei Borussia Dortmund und dem Ende einer Sieglos-Serie von acht Ligaspielen wirkten die Hoffenheimer wie befreit und spielten immer wieder flott nach vorn.

Als Werder einmal das Tempo anzog, wurde es auch gleich gefährlich: Felix Agu schoss aus spitzem Winkel über das Tor von Oliver Baumann (22.). Kurz darauf musste der TSG-Keeper gegen Ducksch retten. In der 39. Minute hatte Baumann Glück, als Ducksch den Pfosten traf. Das nächste Tor ging dann wieder auf das Konto von Beier: Der U21-Nationalspieler nutzte bei einem Blitzangriff eine Hereingabe von Bebou zum 2:0.

Zuvor hatte Werder in sechs Rückrundenspielen nur vier Gegentore bekommen. In der unterhaltsamen Partie scheiterte Beier nach einer knappen Stunde an Schlussmann Michael Zetterer. Fast hätte Beier noch einen Elfmeter herausgeholt, aber Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied sich nach Videobeweis dagegen.

Hoffenheims Marius Bülter sah danach Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels (73.). Werder warf in Überzahl alles nach vorn, aber Baumann parierte einen Schuss von Alvero (81.), und Justin Njinmah traf nur das Außennetz (88.). Dann machte es Alvero mit der Hacke doch noch spannend, der Ausgleich fiel aber nicht mehr.

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Kader TSG 1899 Hoffenheim

Kader Werder Bremen

© dpa-infocom, dpa:240302-99-195727/5