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Viel Rauch - Hunderte Einsatzkräfte üben für Tunnel-Katastrophenfall

Zum Glück nur eine Übung: In einem Tunnel in Leonberg wird der Ernstfall geprobt. Die A81 wird über Stunden gesperrt.

Übung im Engelbergtunnel
Rettungskräfte nehmen im Engelbergtunnel bei Leonberg an einer Katastrophenschutzübung teil. Foto: Franziska Kraufmann
Rettungskräfte nehmen im Engelbergtunnel bei Leonberg an einer Katastrophenschutzübung teil.
Foto: Franziska Kraufmann

Leonberg (dpa/lsw) - Etwa 400 Einsatz- und Rettungskräfte haben einen Großeinsatz in Baden-Württembergs längstem Autobahntunnel geübt. Im Engelbergtunnel in Leonberg (Kreis Böblingen) brannte ein Auto, eine Maschine erzeugte riesige Mengen Rauch. Feuerwehrkräfte mussten am Sonntagvormittag löschen, sich fast ohne Sicht durch stehende Autos und Lastwägen kämpfen, Menschen retten und eine eingeklemmte Person aus einem Auto befreien. »Der Einsatz hat tadellos funktioniert«, sagte Frieder Lieb, Branddirektor des Stuttgarter Regierungspräsidiums, nachdem ein Großteil der Übung vorüber war. 

Eine automatische Durchsageanlage, die im Ernstfall die Autofahrer warnen soll, funktionierte allerdings nicht. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte dazu: »Das Schöne an Übungen ist, dass man sieht, wo es klemmt.« Ein Drittel aller Tunnel, die es in Deutschland gibt, befinden sich nach Aussage des Ministers im Südwesten. Nach Informationen des Innenministeriums wurden bei Unfällen in Tunneln und Unterführungen in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr 306 Menschen verletzt. Drei Personen starben.