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VfB-Boss: Neue DFL-Abstimmung zur Befriedung von Protesten

Der Präsident des VfB Stuttgart verteidigt seinen Vorstoß für eine erneute Abstimmung über einen Investor für die Deutsche Fußball Liga. Nun erklärt Claus Vogt, warum er dafür ist.

Claus Vogt
Stuttgarts Präsident Claus Vogt hält eine Hand vor das Gesicht. Foto: David Inderlied/DPA
Stuttgarts Präsident Claus Vogt hält eine Hand vor das Gesicht.
Foto: David Inderlied/DPA

Der VfB Stuttgart sieht in dem Vorstoß für eine neue Abstimmung um den Einstieg von Investoren bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine Maßnahme zur Befriedung der Fan-Proteste. Wenn man die aktuelle Situation in allen Stadien in Deutschland verfolge, könne es kein weiter so geben, sagte Club-Präsident Claus Vogt im Interview dem Pay-TV-Sender Sky. »Wir wollen einfach zum Teil der Beruhigung beitragen«, sagte er.

Wenn nochmal abgestimmt würde, sofern das überhaupt möglich sei, sehen man, was herauskomme und dann müssten es alle akzeptieren. »Wenn es zu einer demokratischen, transparenten Entscheidung kommt und ein Großteil dafür ist, dann muss das auch akzeptiert werden. Dann sollte es auch in den Stadien und in den Kurven akzeptiert werden«, verlangte Vogt.

Der VfB-Chef hatte angesichts der anhaltenden Fan-Proteste als Erster vorgeschlagen, die Abstimmung zu wiederholen. Inzwischen haben sich mehrere Clubs der 1. und 2. Bundesliga ebenfalls dafür ausgesprochen. Man habe einen demokratischen Prozess gehabt, der aber nicht transparent gewesen sei, begründete Vogt seinen Vorschlag. »Wenn man nicht 100 Prozent nachweisen kann, dass alles demokratisch gelaufen ist, dann muss man das auf den Prüfstand stellen und diskutieren, um einen transparenten Prozess, eine Dialogfähigkeit und natürlich auch eine Glaubwürdigkeit zu erreichen«, erläuterte er.

Vogt sagte, dass der VfB unter den gleichen Rahmenbedingungen wie beim letzten Mal »wieder mit Ja stimmen« würde. Der Verein sei der Meinung, »dass es gut ist für den deutschen Fußball und es den Solidargedanken aller 36 Profifußballvereine zugutekommt«.

In zahlreichen Stadien hatten sich die Proteste gegen einen Investoren-Einstieg zuletzt fortgesetzt. Zum einen beschäftigt die Fans die Kommerzialisierung, zum anderen befürchten sie die Einflussnahme eines Investors. Zudem ruft auch der Ablauf der Abstimmung im Dezember des vergangenen Jahres Unmut hervor. Die notwendige Zweidrittelmehrheit kam damals mit der kleinstmöglichen Menge an Ja-Stimmen zustande. 24 Vereine stimmten dafür, zehn dagegen, zwei Clubs enthielten sich.

Sky-Interview Claus Vogt

© dpa-infocom, dpa:240209-99-926909/2