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VDMA: Politischer Einfluss auf Tarife nicht Regel werden

Nach dem Tarifabschluss für die deutsche Metall- und Elektroindustrie hat der Maschinenbauverband VDMA verlangt, den politischen Einfluss auf die Verhandlungen wieder zurückzufahren. Die Politik habe mit der Möglichkeit zu einer steuer- und abgabenfrei gestellten Pauschale von 3000 Euro die Verhandlungen beeinflusst, erklärte Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann am Freitag in Frankfurt. »Hierfür mag es dieses Mal gute Gründe gegeben haben. Sogenannte Empfehlungen der Politik dürfen aber nicht zur Regel werden. Sie würden die Tarifautonomie beschädigen.«

Grundsätzlich sei es der Arbeitgeberseite in einem außergewöhnlich schwierigen Umfeld gelungen, einen letztlich für die meisten Maschinenbau-Unternehmen akzeptablen Abschluss zu erzielen. Brodtmann betonte die Differenzierungsmöglichkeiten sowie die lange Laufzeit von 24 Monaten, die eine gewisse Planungssicherheit gebe.

In der Nacht auf Freitag hatten sich in Ludwigsburg bei Stuttgart die IG Metall und Südwestmetall auf ein Tarifwerk geeinigt, das voraussichtlich auf die gesamte deutsche Metall- und Elektrobranche übertragen wird. Der Pilotabschluss sieht Lohnsteigerungen von 5,2 Prozent zum Juni 2023 und noch mal 3,3 Prozent ab Mai 2024 vor. Die vom Staat steuer- und abgabenfrei gestellten 3000 Euro sollen zusätzlich in zwei Tranchen an die Beschäftigten fließen.

IG Metall Newsticker zur Tarifrunde 2022

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