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Theo Müller: Aus für zwei Landliebe-Standorte

Rund ein Jahr nach der Übernahme von Marken und Produktionsstätten des niederländischen Molkereiunternehmens Royal Friesland Campina durch die Unternehmensgruppe Theo Müller werden zwei Landliebe-Standorte in Baden-Württemberg geschlossen. Wie die Unternehmensgruppe in Freising mitteilte, wurden die rund 400 Mitarbeitenden am Mittwoch darüber informiert, dass die Standorte Heilbronn und Schefflenz bis Mitte 2026 schrittweise stillgelegt werden. Das Produktportfolio werde in andere deutsche Standorte der Unternehmensgruppe integriert.

Zentrale Müller
Am Stammsitz der Unternehmensgruppe Theo Müller steht ein verwittertes Firmenschild. Foto: Stefan Puchner/DPA
Am Stammsitz der Unternehmensgruppe Theo Müller steht ein verwittertes Firmenschild.
Foto: Stefan Puchner/DPA

Cornelia Heiser, verantwortlich für das Landliebe-Geschäft sagte, eine umfassende wirtschaftliche Analyse habe ergeben, dass die beiden Produktionsstandorte keine Perspektive hätten, aus den tiefroten Zahlen zurück in ein langfristig profitables Geschäft zu kommen. »Im umkämpften Markt der Milchprodukte, wozu auch die am Standort Heilbronn hergestellten Joghurts und Desserts zählen, ist mittel- und langfristig nicht mit einem signifikanten Volumenzuwachs und einer damit einhergehenden positiven Kostenentwicklung zu rechnen.« Die Unternehmensgruppe wolle bald Gespräche mit dem Betriebsrat aufnehmen, mit dem Ziel, sozialverträgliche Lösungen zu finden, hieß es.

Die Unternehmensgruppe Theo Müller steuert im Molkerei-Segment die Geschäfte von Tochterunternehmen in Kontinentaleuropa und Großbritannien mit eigenständigen Marken, darunter Müller, Landliebe und Weihenstephan. Die Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2021 weltweit Umsätze von rund sieben Milliarden Euro, Friesland Campina über elf Milliarden Euro. In Deutschland gehören beide Unternehmen zu den größten zehn Molkereien.

© dpa-infocom, dpa:240221-99-71410/2