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Stiftung baut mobiles Schwimmbad für Kinder-Unterricht

Angesichts einer überaus starken Nachfrage der Kommunen für einen ersten Schwimm-Unterricht baut die Josef Wund Stiftung ein weiteres fahrendes Schwimmbecken für das Kindertraining. Mit der sogenannten »Wundine«, einem zum Schwimmbad umgebauten Sattelauflieger, werden Grundschulen seit einem Jahr beim Schwimmunterricht unterstützt, wenn sie keinen Zugang zu einem Schwimmbad haben. Ein zweites Schwimmmobil soll laut Stiftung möglichst im Januar fertig sein. Mit zwei bislang nur geplanten weiteren »Wundinen«, die das Land Baden-Württemberg in Auftrag gegeben hat, wären absehbar vier mobile Bäder im Südwesten Deutschlands und darüber hinaus unterwegs.

Mobiles Schwimmbad Wundine
Kinder lernen in einem mobilen Schwimmbecken schwimmen. Foto: Bernd Weißbrod/DPA
Kinder lernen in einem mobilen Schwimmbecken schwimmen.
Foto: Bernd Weißbrod/DPA

In dem knapp sechs Meter langen Container-Becken der »Wundine« werden Kinder zwischen fünf und acht Jahren von ausgebildeten Schwimmlehrkräften der Deutschen Kinder Sport Akademie unterrichtet. In den ausrangierten und umgebauten Anhänger passt nicht nur das sechs Meter lange und zwei Meter breite Schwimmbecken, auch eine Umkleide, zwei Duschen und eine Toilette finden Platz. Der Unterricht ist für die Kinder und Eltern kostenlos, die Städte müssen für Strom und Wasser aufkommen.

Die Josef Wund Stiftung will mit den mobilen Bädern einen kleinen Teil des gewaltigen Bedarfs decken: Von den bundesweit mehr als 6000 Hallen- und Freibädern machen nach Rechnung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) etwa 80 jährlich dicht. Eine Folge des Bädersterbens: Immer weniger Kinder können sich über Wasser halten. Nach DLRG-Angaben haben von den Zehnjährigen 59 Prozent nicht gelernt, sicher zu schwimmen. Das liege vor allem daran, dass immer mehr Schwimmunterricht ausfällt, heißt es beim DLRG. Es drohe eine Gesellschaft von Nichtschwimmern.

Josef Wund Stiftung

© dpa-infocom, dpa:231013-99-547718/3