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Städtetag will Weg aus Kita-Misere zeigen

Hilfskräfte statt Erzieher und veränderte Öffnungszeiten: Mit flexibleren Lösungen wollen die Kommunen einem Bericht zufolge die unter Fachkräftemangel ächzenden Kitas im Land entlasten. Dazu verlange der Städtetag vom Land eine Öffnungsklausel im Landesgesetz, berichtete der Südwestrundfunk. Geschäftsführer Ralf Broß sagte dem SWR: Müssten die Städte nicht so enge Vorgaben etwa beim Fachkräftekatalog erfüllen, »würden sich ganz neue Perspektiven öffnen.« So sollten beispielsweise Hauswirtschaftskräfte oder Großeltern die Erzieherinnen und Erzieher entlasten und auch auf den Personalschlüssel angerechnet werden.

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Eine Erzieherin liest in einer Kita Kindern vor. Foto: Sebastian Gollnow
Eine Erzieherin liest in einer Kita Kindern vor.
Foto: Sebastian Gollnow

»Wir wollen Blockaden auflösen, indem vor Ort neue Erfahrungen gemacht und Diskussionen angestoßen werden«, sagte Broß. Lösungen könnten etwa »neue Öffnungszeiten sein, andere Betreuungsangebote oder andere Gruppenstrukturen«.

Der Städtetag will sein Konzept für einen sogenannten Zukunftsparagrafen am Donnerstag offiziell vorstellen. Man habe »Ideen für einen Ausweg aus der Misere«, hieß es vorab. Der zuständige Staatssekretär Volker Schebesta (CDU) sagte dem SWR, er könne sich eine »Experimentierklausel« im Gesetz grundsätzlich vorstellen. »Dabei muss es darum gehen, an einzelnen Standorten ausprobieren zu können und auf neue Lösungsansätze zu kommen.«

© dpa-infocom, dpa:230316-99-972401/3