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SPD-Expertin will Erleichterungen für England-Schulreisen

Die SPD-Familienpolitikerin Jasmina Hostert hat eine Lockerung der Regeln für Schüleraustausch und Schulreisen mit Großbritannien gefordert. »Unsere Kinder lernen schon früh in der Schule Englisch, aber die Bürokratie nach dem Brexit erschwert die Reisen ins Land«, sagte Hostert, Mitglied der deutsch-britischen Parlamentariergruppe, am Rande der Jahreskonferenz der Labour-Partei in Liverpool der Deutschen Presse-Agentur.

Bundestag
Jasmina Hostert (SPD) spricht während der dreitägigen Debatte über die Politik der Ampel-Koalition im Bundestag. Foto: Bernd von Jutrczenka/DPA
Jasmina Hostert (SPD) spricht während der dreitägigen Debatte über die Politik der Ampel-Koalition im Bundestag.
Foto: Bernd von Jutrczenka/DPA

Die SPD-Abgeordnete aus dem Wahlkreis Böblingen kritisierte, die konservative britische Regierung habe augenscheinlich wenig Interesse an Erleichterungen. »Wir haben im Verhältnis zu London immer die großen Themen wie die wirtschaftliche Zusammenarbeit im Blick. Aber das Kulturelle, das Zwischenmenschliche geht dabei unter.«

Seit dem Brexit sind Schülerreisen aus der EU nach Großbritannien enorm eingebrochen. Das hat vor allem einen praktischen Grund: Betreuer können mit den Schülern nicht mehr wie bisher als Gruppe einreisen, indem sie eine Liste mit Daten der Mitreisenden vorlegen. Nach dem Brexit ist dieses »List of Travellers«-Prinzip abgeschafft worden. Stattdessen müssen nun alle einzeln einen Reisepass vorlegen, den aber nicht alle Schülerinnen und Schüler haben. Außerdem ist für Schüler, die nicht Bürger eines EU-Landes sind, ein Visum nötig.

© dpa-infocom, dpa:231011-99-520595/2