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Sckerl berichtet von bedrohlichen Anrufen nach Datenleck

Der großflächige Online-Angriff auf Daten von Politikern und Prominenten hat nach Worten der Grünen im Landtag immer noch Nachwirkungen.

Die beleuchteten Tasten eines Laptop. Foto: Silas Stein
Die beleuchteten Tasten eines Laptop. Foto: Silas Stein
Die beleuchteten Tasten eines Laptop. Foto: Silas Stein

STUTTGART. Abgeordnete seiner Fraktion erhielten seit der Attacke »kryptische und manchmal auch bedrohliche SMS« auf ihre Handys, berichtete der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Uli Sckerl, am Mittwoch bei einer Sitzung des Innenausschusses.

»Bei manchen passiert es auf dem Festnetz: Seltsame Anrufe nachts um drei, wie man eigentlich aus schlechten Kriminalfilmen kennt.« Der schwere Missbrauch persönlicher Daten sei kein Kavaliersdelikt und »absolut besorgniserregend«. Die geleakten Daten stünden bis heute im Netz. »Das kriegt man nicht mehr eingefangen, das ist sozusagen jetzt für die Ewigkeit im Internet verewigt worden.«

Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, Baden-Württemberg sei im Kampf gegen Cybercrime gut aufgestellt. Der aktuelle Fall zeige aber, dass es eine neue Sicherheitskultur brauche, um das Vertrauen in die digitale Welt zu erhalten. Allen müssten die Gefahrenpotenziale der digitalen Welt bewusst sein. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es auch in diesem Bereich nicht.

Ein 20-Jähriger aus Hessen soll über ein inzwischen gesperrtes Twitter-Konto im Dezember persönliche Daten veröffentlicht haben. Rund 1000 Politiker, Prominente und Journalisten sind betroffen, auch Dutzende aus dem Südwesten. Gegen den 20-Jährigen wird wegen des Verdachts der Ausspähung von Daten und Datenhehlerei ermittelt. (dpa)