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Schweinebestand sinkt weiter: Viele Betriebe geben auf

Der Rückgang des Schweinebestandes im Südwesten hält an. Im Mai gab es in Baden-Württemberg 1,27 Millionen Tiere, wie aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes vom Donnerstag hervorgeht. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sei das ein Minus von rund 82.000 Schweine oder sechs Prozent. Das ist laut den Statistikern der zweitniedrigste Stand in der Landesgeschichte. Nur im Jahr 1954 gab es mit 1,15 Millionen Tieren noch weniger Sauen, Eber und Ferkel. Da die Daten damals aber noch anders erhoben worden seien, seien die Zahlen nicht ganz vergleichbar, sagte eine Sprecherin.

Tierwohl-Schweinestall
Schweine liegen in der Bucht eines Tierwohl-Schweinestalls. Foto: Marijan Murat
Schweine liegen in der Bucht eines Tierwohl-Schweinestalls.
Foto: Marijan Murat

Auch die Anzahl der schweinehaltenden Betriebe ging im betreffenden Zeitraum deutlich zurück - mehr als jeder Zehnte Hof gab auf. Im Mai 2023 gab es demzufolge noch gut 1550 Höfe, die Schweine hielten.

Mit den neuen Zahlen setzt sich eine langjährige Entwicklung fort. Der Schweinebestand in Baden-Württemberg war nach der Landesgründung 1952 kontinuierlich gestiegen und hatte in den 1980er Jahren einen Wert von rund 2,4 Millionen Tieren erreicht. Auf diesem Niveau hielt sich die Zahl nach Angaben des Landesamtes gut 20 Jahre lang. Danach setze der Rückgang ein, der bis heute anhält.

Mitteilung Schweinebestand

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© dpa-infocom, dpa:230615-99-69390/2