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Schwarzarbeit in der Pflege: Forscher fordert Hinschauen

Angesichts hunderttausender illegal in deutschen Haushalten arbeitender Betreuungspersonen für Senioren fordern Pflegeexperten ein Hinschauen der Politik.

Pflegerin hält die Hand einer älteren Frau
Eine Pflegerin hält die Hand einer älteren Frau. Foto: Oliver Berg/Archiv
Eine Pflegerin hält die Hand einer älteren Frau. Foto: Oliver Berg/Archiv

KARLSRUHE. »Man wird sich dem Thema systematisch zuwenden müssen«, sagte Pflegewissenschaftler Michael Isfort vom Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP). Die vor allem aus Osteuropa stammenden Betreuer - zu weit über 90 Prozent Frauen - seien längst eine wichtige Säule in der häuslichen Versorgung Pflegebedürftiger - ohne dass die Politik dies in hinreichender Weise zur Kenntnis nehme.

»Wäre häusliche Versorgung zu bewerkstelligen, wenn diese Arbeitsverhältnisse wegfielen? Nein!«, sagte er. Zudem gehe es nicht nur um den Schutz von Betreuungspersonen vor Ausbeutung, sondern auch um den der ihnen anvertrauten alten Menschen. Nötig sei eine Debatte, die zwischen den beteiligten Ministerien stattfinden müsse. »Da müssen Ausnahmetatbestände definiert und Sozialrechte angefasst werden - es ist ein Riesenaufwand«, sagte er. »Aber es muss passieren.« (dpa)

Gutachten zu privat organisierter Pflege in Nordrhein-Westfalen des DIP