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Schülerinnen und Schüler fordern mehr Demokratiebildung

Die Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg wünschen sich mehr Demokratiebildung im Unterricht. Es brauche mehr Stundenkontingente für Geschichte und Gemeinschaftskunde, forderte der Vorsitzende des Landesschülerbeirats, Berat Gürbüz, am Montag in Stuttgart. Zudem müsse aus Sicht der Schülerinnen und Schüler im Unterricht mehr auf die Programmatik der einzelnen Parteien eingegangen werden. »Das findet nicht wirklich Zeit im Unterrichtsgeschehen«, sagte Gürbüz. Kürzen könnte man aus Sicht des Beirats dafür beim Religionsunterricht.

Vorsitzender des Landesschülerbeirats
Berat Gürbüz, Vorsitzender des Landesschülerbeirats Baden-Württemberg, spricht im Landtag. Foto: Bernd Weißbrod/DPA
Berat Gürbüz, Vorsitzender des Landesschülerbeirats Baden-Württemberg, spricht im Landtag.
Foto: Bernd Weißbrod/DPA

Zudem hält der Schülerbeirat einen moderneren Informatik-Unterricht für notwendig. Dort würden teils Inhalte vermittelt, die überholt seien, sagte Jette Wagler, Pressesprecherin des Beirats. »Man lernt heute noch Programmiersprachen, die nicht mehr gebraucht werden.« Wenn dringend Informatikerinnen und Informatiker gesucht würden, müsse der Unterricht auch Lust auf den Beruf machen.

Verbesserungsbedarf sehen die Schülerinnen und Schüler auch bei der Berufsorientierung. So sei es etwa an Gymnasien eine absolute Seltenheit, wenn Ausbildungsberater vorbeikämen. Zudem brauche es mehr verpflichtende Praktika, so Gürbüz.

© dpa-infocom, dpa:240205-99-876395/2