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Rekordwert bei Sterbefällen im Südwesten

Seit der Gründung des Landes Baden-Württemberg 1952 sind noch nie so viele Menschen gestorben wie im vergangenen Jahr. Es gab 119 000 Sterbefälle, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Das sind 3000 mehr als 2020 und etwa 11 000 mehr als der Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 vor der Corona-Pandemie.

Der Rekordwert hänge überwiegend mit der Alterung der Bevölkerung zusammen, erklärte das Statistische Landesamt. Den Angaben zufolge erreichen immer mehr Menschen in Baden-Württemberg ein hohes Alter. Allein deshalb habe sich die Zahl der Sterbefälle verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 um etwa 8500 erhöht. Außerdem habe eine Erhöhung der Sterblichkeit zu knapp 2500 Sterbefällen geführt. Das bedeutet, dass im vergangenen Jahr 2500 Menschen mehr gestorben sind als erwartet.

Die Sterbefallzahl bei den Männern sei gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 deutlich stärker angestiegen als bei den Frauen, informierte die Behörde. Der Statistik zufolge sind 6900 Männer und 4100 Frauen mehr gestorben.

Welche Ursachen in welchem Umfang zu den Sterbefällen geführt haben, steht noch nicht fest. Die endgültigen Ergebnisse dazu sollen laut Statistischem Landesamt im Herbst vorliegen.

Mitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg zu Sterbefällen

© dpa-infocom, dpa:220714-99-20096/2