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Razavi: Förderung von nachhaltigen Wohngebäuden zu niedrig

Die baden-württembergische Wohnungsbauministerin Nicole Razavi (CDU) bewertet die neuen Regeln zur Förderung von Neubauten vom Bund als unzureichend. Razavi, die auch Chefin der Bauministerkonferenz ist, erklärte am Mittwoch in Stuttgart: »Der Motor beim Wohnungsbau ist stark ins Stottern geraten. Gerade in einer solchen Situation muss der Staat tatkräftig und verlässlich fördern, damit mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen kann. Was der Bund nun ab März als Neubauförderung anbietet, ist viel zu wenig.«

Nicole Razavi
Nicole Razavi (CDU), Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, lächelt. Foto: Marijan Murat
Nicole Razavi (CDU), Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, lächelt.
Foto: Marijan Murat

Die CDU-Politikerin sagte weiter, die Bauministerkonferenz habe den Bund bereits im September vergangenen Jahres zu einem stärkeren Engagement beim Neubau aufgefordert. »Leider wurde das nicht beherzigt. So werden wir das Neubauziel der Ampel auch in den kommenden Jahren nicht erreichen.«

Nach den Plänen der Bundesregierung können Bauherren für besonders nachhaltige Wohngebäude eine Fördersumme von maximal 150.000 Euro pro Einheit erhalten. Klimafreundliche Wohngebäude ohne Nachhaltigskeits-Qualitätssiegel werden demnach mit bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit gefördert. Das geht aus Eckwerten des Bundesbauministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlagen.

Dabei geht es um eine Förderung über zinsverbilligte Kredite. Die Zinsverbilligung liege bei bis zu vier Prozent des Kreditbetrages pro Jahr gemessen an den marktüblichen Konditionen.

Wohnungsbauministerium Baden-Württemberg

© dpa-infocom, dpa:230125-99-351158/2