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Liebe von privat bis politisch: Neue Ausstellung

Ob in Film, Musik, Kunst oder alltäglichem Leben - Liebe ist seit eh und je ein Lieblingsthema in und von Gesellschaften. Nun widmet sich das Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart einem der schönsten Gefühle und beleuchtet dabei auch die weniger schönen Seiten. Unter dem Titel »Liebe. Was uns bewegt« werden rund 200 Objekte aus 200 Jahren präsentiert. Die Ausstellung ist von diesem Freitag (14. Oktober) bis zum 23. Juli 2023 zu sehen, sie ist der letzte Teil einer Trilogie.

»40 Geschichten erzählen, wie Liebe die Gesellschaft verändern kann - aber auch wie umgekehrt Liebe reglementiert wird«, sagte Direktorin Paula Lutum-Lenger. Wichtige Themen sind beispielsweise der Kampf um die Ehe für alle und Aktionen der Zivilcourage. Die Ausstellungsmacher blicken auch zurück auf die Liebe in der Geschichte: Vorgestellt werden historische Paare wie König Wilhelm II. von Württemberg und die russische Großfürstin Katharina. »Wir schauen auch auf die Abgründe, Irrungen und Wirrungen der Liebe«, sagte Ausstellungsleiter Rainer Schimpf. Pädophilie und die Vaterlandsliebe im Nationalsozialismus sind ebenso Thema der Schau.

Im ersten Teil der Trilogie hatte sich das Haus der Geschichte bis September 2021 mit dem Phänomen der Gier auseinandergesetzt. Der zweite Teil widmete sich bis zum 24. Juli dieses Jahres dem Hass.

Infos zur Ausstellung

© dpa-infocom, dpa:221013-99-115308/2