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Lehrer ohne Lehramtsstudium sollen Lehrermangel beheben

Auch an Gymnasien in Baden-Württemberg sollen Quereinsteiger künftig laut einem Zeitungsbericht ohne Lehramtsstudium unterrichten dürfen. »Derzeit ist auch der Direkteinstieg in das Lehramt Gymnasium und in das Lehramt Sonderpädagogik (wissenschaftliche Lehrkraft) in Vorbereitung«, zitiert die »Südwest Presse« (Donnerstag) aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Landtagsanfrage der Grünen-Fraktion. In allen anderen Lehrämtern sei der Direkteinstieg schon erlaubt. Das Ministerium habe im April entsprechende Bewerbungen auf Stellen an Grund-, Werkreal-, Haupt-, Gemeinschafts- und Realschulen ermöglicht.

Lehrerin und Schüler
Ein Schüler meldet sich, während die Lehrerin an die Tafel schreibt. Foto: Marijan Murat/DPA
Ein Schüler meldet sich, während die Lehrerin an die Tafel schreibt.
Foto: Marijan Murat/DPA

Angesichts des Lehrermangels sucht das Land akut nach Abhilfe. Zuletzt hatte eine Werbekampagne für Quereinsteiger für Aufsehen und Kritik gesorgt. Anfang des Jahres hatte ein Ministeriumssprecher unter anderem angekündigt, dass die Möglichkeiten für einen Direkt- oder Seiteneinstieg erweitert werden sollten.

Die Grünen-Abgeordnete Nadyne Saint-Cast sagte der Zeitung: »So machen wir den Lehrberuf für neue Personengruppen interessant, auch für diejenigen, die eine andere Qualifizierung als ein grundständiges Lehramtsstudium mitbringen.« Auch die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper ist Grünen-Politikerin.

Bericht (Bezahlschranke)

© dpa-infocom, dpa:230830-99-17434/2