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Landeskriminalamt warnt vor falschen Stellenanzeigen

Der Schriftzug »Polizei« ist vor einem Polizeirevier zu sehen
Der Schriftzug »Polizei« ist vor einem Polizeirevier zu sehen. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
Der Schriftzug »Polizei« ist vor einem Polizeirevier zu sehen. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

STUTTGART. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt vor falschen Stellenanzeigen. Betrüger locken demnach im Internet mit vermeintlichen Traumjobs. Die Aufgabe: Warensendungen entgegennehmen und anschließend an eine andere Adresse weiterschicken. Je mehr Pakete man weiterleitet, desto mehr Geld winkt. Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist eine reine Abzockermasche, wie das LKA am Freitag mitteilte.

Denn die Waren, die man weiterleiten soll, haben Kriminelle vorher mit einem gefälschten Kundenkonto bestellt. Die Firmen fordern das Geld daher anschließend von der Person, die denkt, sie sei eigentlich für das Weiterleiten der Waren angestellt worden.

Nach Angaben des LKA ist es schwierig, die falschen Stellenanzeigen zu erkennen, da die Täter diese auf gängigen Internetportalen schalteten. Anschließend verschickten sie seriös wirkende Arbeitsverträge, fragten unter anderem nach der Sozialversicherungsnummer, den Daten zur Krankenkasse und der Kontoverbindung.

Manchmal suchen die Kriminellen demnach auch Personen, die zunächst mit Video-Ident-Verfahren ein Konto eröffnen und für eine Provision Geldbeträge weiterleiten. In Einzelfällen überweisen die Betrogenen bis zu 20 000 Euro, so das Landeskriminalamt.

»Unwissenheit schützt auch in diesen Fällen vor Strafe nicht. Allerdings berücksichtigen die Gerichte unserer Erfahrung nach, dass die Opfer arglistig getäuscht wurden«, sagte Fred Braun, Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Daher gelte die Grundregel: Je verlockender ein Angebot, desto kritischer sollte man sein. (dpa)