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Klinikärzte nach schweren Vorwürfen freigestellt

In Friedrichshafen wird gegen fünf Klinikärzte wegen schwerer Vorwürfe ermittelt. Die Klinik hat die betroffenen Mediziner nun vom Dienst am Patienten abgezogen.

Arzt
Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. Foto: Rolf Vennenbernd/DPA
Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals.
Foto: Rolf Vennenbernd/DPA

Die Ermittlungen gegen Klinikärzte des Medizin Campus Bodensee (MCB) in Friedrichshafen haben personelle Konsequenzen. Die betroffenen seien vorläufig von ihrem Dienst am Patienten freigestellt worden, teilte die Klinik am Donnerstag mit. 

Die Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen insgesamt fünf Mediziner des Klinikums, darunter auch ehemalige Mitarbeiter. Die Vorwürfe reichen vom Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung bis zum Anfangsverdacht des Abrechnungsbetrugs. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch den Suizid einer Oberärztin, die auf die mutmaßlichen Missstände hingewiesen hatte. Am vergangenen Donnerstag hatten die Ermittler Akten und Datenträger aus der Klinik sichergestellt. Eine Ermittlungsgruppe hat den Fall übernommen. 

Die Freistellung der Assistenzärzte gelte bis zum 19. Juli, so die Klinik weiter. Im Fall früherer entlastender Erkenntnisse der vom Aufsichtsrat des Klinikums beauftragten Compliance Untersuchung könne sich der Zeitraum auch verkürzen. Ein Ergebnis der Untersuchung wird erst im Sommer erwartet. 

Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft

Mitteilung der Klinik

© dpa-infocom, dpa:240314-99-341095/2