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Kienle-Insolvenzverwalter rechet mit Fortführung

Der vorläufige Insolvenzverwalter des Oldtimerspezialisten Kienle Automobiltechnik rechnet mit Käufern für das Unternehmen. Ein Sprecher bekräftigte am Donnerstag in Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) das Ziel, den Betrieb fortzuführen. Kienle Automobiltechnik gehört weltweit zu den führenden Restaurierungsbetrieben für klassische Automobile der Marke Mercedes-Benz.

Autowerkstatt der Könige
Mitarbeiter des Oldtimer-Spezialisten Klaus Kienle arbeiten in der Werkstatt in an einem Sportwagen (Foto vom 20.07.2006) Foto: Harry Melchert/DPA
Mitarbeiter des Oldtimer-Spezialisten Klaus Kienle arbeiten in der Werkstatt in an einem Sportwagen (Foto vom 20.07.2006)
Foto: Harry Melchert/DPA

Der Oldtimer-Spezialist hatte Anfang der Woche Insolvenz angemeldet. Dass das Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage geriet, sei eine Folge der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, hatte der vorläufige Insolvenzverwalter weiter erklärt. Dabei geht es um den Verdacht des Verkaufs von gefälschten Oldtimern. Das Unternehmen hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Zahlreiche Kunden hätten im Zuge der bekanntgewordenen Ermittlungen eingeplante Aufträge zurückgezogen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist ein Ende des Verfahrens noch nicht in Sicht.

Die Löhne und Gehälter der 60 Mitarbeitenden von Kienle Automobiltechnik seien für die Monate Oktober, November und Dezember über das Insolvenzgeld gesichert, hatte der vorläufige Insolvenzverwalter weiter erklärt.

Kienle Automobiltechnik

© dpa-infocom, dpa:231102-99-796542/2