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Illegale Tabakfabrik ausgehoben: Familienclan im Verdacht

Der Zoll hat eine illegale Fabrik für Wasserpfeifentabak ausgehoben und dabei rund drei Tonnen Tabak sichergestellt.

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Ein Zollwappen an einer Uniformjacke. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
Ein Zollwappen an einer Uniformjacke. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

KÖLN. Außerdem beschlagnahmten die Beamten des Zollfahndungsamtes Essen in insgesamt 29 Objekten im rheinischen Solingen und Langenfeld, in Essen sowie im baden-württembergischen Heilbronn Produktions- und Verpackungsgeräte, fünf teure Autos und 22 700 Euro Bargeld. Der Einsatz mit 150 Kräften am Mittwoch richtete sich gegen eine zwölfköpfige deutsch-arabische Familienbande, wie das Zollfahndungsamt am Donnerstag in Köln mitteilte.

Seit Januar 2018 führt das Zollfahndungsamt im Auftrag der Wuppertaler Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Clan. Ihm wird banden- und gewerbsmäßige Steuerhinterziehung und Steuerhehlerei vorgeworfen. Die Verdächtigen im Alter von 15 bis 57 Jahren sollen unversteuerten Wasserpfeifentabak im zweistelligen Tonnenbereich in einer professionell ausgestatteten Fabrikhalle hergestellt, verpackt und unter gefälschtem Markennamen bundesweit und auch ins europäische Ausland an diverse Abnehmer verkauft haben. Der entstandene Steuerschaden soll sich auf mindestens 372 000 Euro Tabak- und Umsatzsteuer belaufen.