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IG-Metall-Nachfolge: Zitzelsberger will »Klappe halten«

Baden-Württembergs IG-Metall-Chef Roman Zitzelsberger will sich nicht an Spekulationen rund um seine Person bei der Nachfolge von IG-Metall-Bundeschef Jörg Hofmann beteiligen. Er halte es für richtig, dass potenzielle Protagonistinnen und Protagonisten »am besten die Klappe halten und dazu nichts sagen«, sagte Zitzelsberger am Freitag. Anders als in der Politik bewerbe man sich nicht um dieses Amt. Man werde gefragt. Hofmann habe als Erster Vorsitzender das Privileg, einen Personalvorschlag zu machen.

IG-Metall-Bezirksleiter Zitzelsberger
Roman Zitzelsberger im Gespräch mit der dpa. Foto: Christoph Schmidt
Roman Zitzelsberger im Gespräch mit der dpa.
Foto: Christoph Schmidt

Über eine mögliche Doppelspitze sagte Zitzelsberger, seine Erfahrung als Bezirksleiter habe gezeigt, dass er nicht alles könne. Deshalb sei es sinnvoll, sich breiter aufzustellen. »Dass wir natürlich eine hohe Kompetenz im Bereich der Tarifpolitik brauchen, das ist, glaube ich, unbestritten«, sagte Zitzelsberger, der im vergangenen Jahr den bundesweiten Pilotabschluss in der Metall- und Elektrobranche verhandelt hatte.

Bei der IG Metall stellt sich die Personalfrage, weil Hofmann auf dem Gewerkschaftstag im Oktober nicht wieder antritt. Bislang war es üblich, dass der Zweite Vorsitzende an die Spitze der Organisation rückt, wenn der Erste abtritt. Die bisherige Zweite Vorsitzende Christiane Benner zeigte sich zuletzt bereit, auch in einem Duo weiter Führungsverantwortung zu übernehmen.

© dpa-infocom, dpa:230203-99-465277/3