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Heimstiftung fordert Testpflicht für Pflegeheimbesucher

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Evangelische Heimstiftung fordert von der Landesregierung, Corona-Tests der Besucher von Pflege- und Seniorenheimen verbindlich zu machen. Zwar sei das Tragen einer Maske obligatorisch, aber nicht der Abstrich, monierte der Hauptgeschäftsführer des größten Altenhilfeträgers im Südwesten, Bernhard Schneider, am Freitag in Stuttgart. »In einzelnen Fällen können Heime sich auf das Hausrecht berufen. Wenn aber Besucher den Test verweigern, gibt es wenig Spielraum.«

Pflegeheim
Zwei pflegebedürftige Frauen sitzen in einem Pflegeheim in ihren Rollstühlen nebeneinander. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Zwei pflegebedürftige Frauen sitzen in einem Pflegeheim in ihren Rollstühlen nebeneinander. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Laut Verordnung ist der Besuch in Krankenhäusern und stationären Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf nur nach vorherigem negativem Antigentest oder mit einem hochwirksamen Atemschutz wie der FFP2-Maske möglich. Damit eröffnet sich die Option, auf den Test zu verzichten.

»Aber auch negative Tests sind kein Freischein, um die Maske abzunehmen und die Oma zu umarmen«, sagte Schneider. Das Einhalten der Abstand- und Hygieneregeln werde in den 90 Heimen des Trägers streng kontrolliert. Im Zweifel würden Hausverbote erteilt.

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