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Heimat für Fieberklee: Naturschutzprojekt Baar ausgezeichnet

Alte Wälder und Moore sind wichtig für viele bedrohte Arten. Das Überleben von Fieberklee und Co. sichern Naturschutzgebiete. In der Region Schwarzwald-Baar gelingt das besonders gut.

Fieberklee
Zwar kein Klee, heißt aber trotzdem so: der Fieberklee. Foto: Loki Schmidt Stiftung/DPA
Zwar kein Klee, heißt aber trotzdem so: der Fieberklee.
Foto: Loki Schmidt Stiftung/DPA

Das Naturschutzgroßprojekt Baar leistet einen besonders positiven Beitrag zur Erhaltung und Wiederherstellung von Ökosystemen der Moore und Feuchtgebiete. Deshalb ist es als »hervorragendes Beispiel der UN-Dekade« ausgezeichnet worden. Mit der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen 2021-2030 rufen die Vereinten Nationen dazu auf, sich verstärkt für die Rückgewinnung lebenswichtiger Ökosysteme einzusetzen.

Das Projekt im Schwarzwald-Baar-Kreis fiel durch seine biologische Vielfalt auf. In den dortigen Mooren und an den Rändern wächst zum Beispiel der Fieberklee (Menyanthes trifoliata). Die Art wird in Baden-Württemberg als »gefährdet« in der Roten Liste geführt.

Im Naturschutzgroßprojekt Baar werden auf rund 4300 Hektar Fläche Wald-, Trocken- und Feuchtlebensräume für den Arten- und Biotopschutz gesichert - etwa durch den Schutz alter Wälder und Moore sowie die Renaturierung entwässerter Moore und Feuchtgebiete. Besonders schützenswerte Tiere und Pflanzen sollen hier mehr Lebensraum erhalten.

Das Naturschutzgroßprojekt Baar ist eines von rund 90 Großprojekten in Deutschland, die mit dem Förderprogramm »chance.natur - Bundesförderung Naturschutz« vom Bundesumweltministerium gefördert werden. Finanziert wird es auch vom Land und vom Schwarzwald-Baar-Kreis sowie dem Landkreis Tuttlingen.

Insgesamt sind der Behörde zufolge zehn Kommunen beteiligt. Das Projekt betreut 17 Fördergebiete - von Königsfeld im Norden bis Blumberg im Süden und Geisingen im Osten. »Es sorgt dafür, dass Lebensräume erhalten und aufgewertet werden. Ebenso, dass Tiere von einer Fläche zur nächsten wandern können. Das ermöglicht ihnen, neue Biotope zu besiedeln, was angesichts des Klimawandels extrem wichtig ist«, so das Landratsamt.

Infos zur UN-Dekade

NGP Baar

© dpa-infocom, dpa:230917-99-224287/3