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Hasenhüttl über Streich: »Hohen Stellenwert erarbeitet«

Ralph Hasenhüttl gibt beim VfL Wolfsburg sein Trainer-Comeback, Christian Streich kündigt seinen Abschied in Freiburg an. Wiedereinsteiger Hasenhüttl findet außergewöhnliche Worte für den Aussteiger.

Trainer Hasenhüttl wird beim VfL Wolfsburg vorgestellt
Ralph Hasenhüttl, neuer Trainer des VfL Wolfsburg, spricht auf der Pressekonferenz. Foto: Moritz Frankenberg/DPA
Ralph Hasenhüttl, neuer Trainer des VfL Wolfsburg, spricht auf der Pressekonferenz.
Foto: Moritz Frankenberg/DPA

Ralph Hasenhüttl hat bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg seinen Freiburger Kollegen Christian Streich gewürdigt. »Was ich noch viel höher einschätze als seine Qualität als Trainer, ist seine Qualität als Mensch. Er hat sich getraut, immer auch Dinge auszusprechen, über die es in unserer Position kritisch ist, zu sprechen«, sagte der Österreicher am Montag.

Streich habe man das zugestanden. »Ich finde es schade, dass ein Fürsprecher für gewisse Dinge damit verschwindet. Ich hoffe, dass diese Rolle jemand anderes ausfüllt«, meinte Hasenhüttl weiter. Der 58-Jährige habe sich »einen unglaublich hohen Stellenwert in der Gesellschaft erarbeitet«.

Streich hatte am Montag mitgeteilt, dass er seinen auslaufenden Vertrag beim SC Freiburg nicht verlängern und den Bundesligisten im Sommer verlassen werde. Nach mehr als zwölf Jahren als Cheftrainer im Breisgau endet damit bei den Badenern eine Ära. Streich genießt auch über den Sport hinaus große Popularität. Denn auch zu politischen und gesellschaftlichen Themen bezog er in den vergangenen Jahren klar Stellung.

Hasenhüttl gibt nach mehr als einem Jahr Pause sein Trainer-Comeback. Vor seiner Auszeit hatte der 56-Jährige vier Jahre den FC Southampton in der Premier League trainiert. Danach habe er sich »leer« gefühlt.

Streich kennt er schon länger. »Was Christian in den letzten Jahren geleistet hat, ist nicht hoch genug zu bewerten«, sagte Hasenhüttl. »Aber auch an ihm geht der Job nicht spurlos vorüber. Das sieht man an seinem Gesichtsausdruck. Er ist nicht jünger geworden die letzte Zeit.« Es sei für ihn beeindruckend gewesen, »wie er coacht von außen. Er hat mich als junger Trainer geprägt.«

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