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GDL-Streik gestartet: Beeinträchtigungen Baden-Württemberg

Die Lokführergewerkschaft GDL hat mit ihrem Streik bereits am Mittwochmorgen für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr in Baden-Württemberg gesorgt. Der Notfallfahrplan sei so angelaufen wie geplant, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Morgen. Demnach bietet die Bahn im Fernverkehr nur 20 Prozent ihres üblichen Angebots an. Die GDL erwarte eine mindestens genauso hohe Streikbeteiligung wie bei den vergangenen Warnstreiks, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Genaue Zahlen gab es zunächst nicht.

GDL-Streik bei der Bahn
Eine Anzeige zeigt während eines Bahnstreiks den Hinweis »GDL-Streik: Bahnverkehr massiv beinträchtigt.«. Foto: Lennart Preiss/DPA
Eine Anzeige zeigt während eines Bahnstreiks den Hinweis »GDL-Streik: Bahnverkehr massiv beinträchtigt.«.
Foto: Lennart Preiss/DPA

Der Streik hatte am Dienstagabend um 18.00 Uhr zunächst im Güterverkehr begonnen. Im Personenverkehr begann der Ausstand um 2.00 Uhr am frühen Mittwochmorgen. Geplantes Ende des Arbeitskampfes ist Freitagabend um 18.00 Uhr.

Die Bahn will an den drei Streiktagen einen Notfahrplan anbieten. Am Dienstagabend war der Konzern am Landesarbeitsgericht in Frankfurt auch in zweiter Instanz mit dem Versuch gescheitert, den Streik juristisch stoppen zu lassen. Im Güterverkehr hatten zuvor bereits erste Lokführer die Arbeit ungeachtet der ausstehenden Gerichtsentscheidung niedergelegt.

Die Bahn und die GDL verhandeln seit Anfang November über neue Tarifverträge. Hauptknackpunkt ist die Forderung der GDL nach einer Senkung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Dies lehnt die Bahn ab. GDL-Chef Claus Weselsky erklärte die Verhandlungen daher für gescheitert und kritisierte, dass mit dem bundeseigenen Konzern keine Kompromisse zu finden seien.

© dpa-infocom, dpa:240110-99-550725/3