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»Gäste zum Essen« eröffnet Festival des deutschen Films

Die Komödie »Gäste zum Essen« von Carolin Otterbach eröffnet am 23. August das 19. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen. Bis zum 10. September präsentieren die Veranstalter in zwei Zeltkinos und einem Freiluftkino mit je 1200 Plätzen auf der Parkinsel im Rhein insgesamt 54 Produktionen. 14 davon konkurrieren im Wettbewerb um die Filmkunstpreise, die eine Jury in mehreren Kategorien vergibt, wie die Veranstalter in der zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz am Montag mitteilten. Bereits bekannt ist, dass Axel Milberg und Justus von Dohnányi den Schauspielpreis erhalten.

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Blick auf die Sitzreihen des Zuschauerraums in einem Theater. Foto: Monika Skolimowska/DPA
Blick auf die Sitzreihen des Zuschauerraums in einem Theater.
Foto: Monika Skolimowska/DPA

Festivalintendant Michael Kötz bezeichnete »Gäste zum Essen« als klugen und exzellent inszenierten Film zum Thema der immer größer werdenden sozialen Spaltung der Gesellschaft. »Wobei hier die scheinbare Überlegenheit der Oberschicht mit schöner Ironie zu Fall gebracht wird«, meinte Kötz. Der in und um Hamburg gedrehte Film erzählt von einer Tochter aus reichem Hause, die einen neuen Freund aus der »Unterschicht« hat - zwei Welten prallen aufeinander.

Regisseurin und Drehbuchautorin Otterbach ist in Rastatt geboren. In »Gäste zum Essen« wirkt unter anderem Schauspielerin Josefine Preuß (»Rubbeldiekatz«) mit. Unter den 14 Filmen im Wettbewerb sind zum Beispiel »Sonne und Beton« nach einem Roman von Felix Lobrecht sowie »Roter Himmel« von Christian Petzold und »Sisi & Ich« nach einem Drehbuch von Frauke Finsterwalder und Christian Kracht zu sehen.

Als Gäste werden etwa die Schauspielerinnen Josefine Preuß und Andrea Sawatzki, die Schauspieler Joachim Król und Ulrich Tukur sowie Franziska Meyer Price und Sönke Wortmann (beide Regie) erwartet.

Im vergangenen Jahr kamen den Veranstaltern zufolge rund 88.000 Menschen zum Festival des deutschen Films. Damit sei Ludwigshafen weiterhin das nach der Berlinale besucherstärkste deutsche Filmfestival, hieß es. Vor der Corona-Pandemie zählte die Schau auf der Parkinsel rund 120.000 Besucherinnen und Besucher - im Premierenjahr 2005 waren es etwa 7000. Die Filmschau in der pfälzischen Nachbarstadt von Mannheim gilt als wichtiger Branchentreff.

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© dpa-infocom, dpa:230716-99-423817/4