Der Allesfresser war der zuständigen Fischereibehörde bei einer Fischbestandserhebung im Oberrhein im vergangenen Jahr erstmals in die Kescher geschwommen. Am Ende konnten sechs Flussgrundeln an zwei unterschiedlichen Standorten bei Ketsch (Rhein-Neckar-Kreis) nachgewiesen werden. Im Frühjahr 2022 schließlich wurde eine größere Zahl der Flussgrundeln bestätigt. »Damit ist eine neue Fischart bei uns angekommen«, hieß es. Andere Grundelarten wie etwa die Schwarzmundgrundel sind bereits in diesem Abschnitt des Rheins verbreitet.
Die Flussgrundel kommt in Süß- und Salzwasser vor. Sie stammt ursprünglich aus den Gewässern zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer. In Mitteleuropa ist sie, ebenso wie andere Grundelarten, bereits stark vertreten: Sie dockt ihre Eier an Schiffsrümpfen an und gelangte so etwa über Frachtschiffe von der Donau her über den Rhein-Main-Donau-Kanal in den Rhein.
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