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Einweg in Kliniken: Tausende Tonnen Edelstahl landen im Müll

Schere aus nicht-wiederverwendbarem Edelstahl
Ein Mitarbeiter hält in einer Klinik eine Schere aus nicht-wiederverwendbarem Edelstahl. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild
Ein Mitarbeiter hält in einer Klinik eine Schere aus nicht-wiederverwendbarem Edelstahl. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild

Freiburg/Berlin (dpa/lsw) - Einweg statt Mehrweg. Seit einigen Jahren gibt es diesen Trend auch bei Instrumenten aus Edelstahl in Krankenhäusern und Arztpraxen. Mehrere Tausend Tonnen Wegwerf-Edelstahl kommen Expertenschätzungen zufolge jährlich bundesweit zusammen. Kritisiert wird das unter anderem vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH). »Wir würden Lösungen präferieren, bei denen Mehrweginstrumente in den Kliniken sterilisiert werden«, sagt BUND-Recyclingexperte Rolf Buschmann. Die Herstellung sei nicht nachhaltig, betont DGKH-Vorstandssprecher Peter Walger. »Diese Instrumente werden zu Hungerlöhnen und teilweise in Kinderarbeit in Sialkot in Pakistan produziert.«

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene